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Polizei bittet Abgeordneten Fabian Figueiredo um Hilfe bei Auflösung des Rossio-Camps

Die Polícia de Segurança Pública ersuchte am 25. Oktober 2026 den Bloco-de-Esquerda-Abgeordneten Fabian Figueiredo, bei der Acampada de Lisboa am Rossio zu vermitteln. Das Zeltlager blieb trotz des Versuchs bestehen.

Die Polícia de Segurança Pública (PSP) hat am 25. Oktober 2026 den Abgeordneten Fabian Figueiredo vom Bloco de Esquerda um Unterstützung gebeten, um das Zeltlager der Acampada de Lisboa auf der Praça do Rossio in Lissabon freiwillig zu beenden. Nach übereinstimmenden Berichten versuchte die Polizei damit, eine unmittelbare Räumung zu vermeiden. Der Vermittlungsversuch blieb ohne Erfolg: Die Versammelten beschlossen in eigenen Abstimmungen, vor Ort zu bleiben, und die Zelte wurden zunächst nicht abgebaut.

Die PSP stellte zugleich klar, das Demonstrationsrecht werde respektiert, die dauerhafte Besetzung des öffentlichen Raums müsse jedoch rechtskonform erfolgen. Vertreter der Stadt und das Innenministerium betonten denselben Grundsatz. Aktivisten und Oppositionsparteien kritisierten die Polizeitaktik und forderten politische Lösungen für die Wohnungsnot.

Die jüngste Bitte um Vermittlung folgt auf eine Reihe intensiver Einsätze. Bereits am 20. Oktober 2026 griff die Polizei in Lissabon und Porto koordiniert ein. Laut Behördenangaben wurden in Lissabon rund 55 Personen vorübergehend festgenommen, Zeltstrukturen sichergestellt und Material beschlagnahmt. Demonstrierende berichteten von Verletzten und warfen der Polizei übermäßige Gewalt vor. Die PSP verweist ihrerseits auf Gefahrenabwehr und die Durchsetzung bestehender Auflagen.

Die Acampada de Lisboa ist Teil seit Mitte Oktober andauernder Proteste gegen hohe Mieten, prekäre Wohnverhältnisse und die Rolle großer Immobilienakteure. Zu den Forderungen zählen ein stärkerer Schutz vor Zwangsräumungen, Änderungen am Mietrecht und Begrenzungen bei spekulativem Wohnraumerwerb. Die Regierung signalisiert in Teilen Gesprächsbereitschaft über Modifikationen im Mietrecht; konkrete Gesetzesinitiativen liegen jedoch nicht vor.

Politisch rückt der Umgang mit den Camps in den Mittelpunkt: Während Polizei und Behörden auf Regeln für die Nutzung öffentlichen Raums verweisen, verlangt die Protestbewegung politische Zusagen, bevor Zelte abgebaut werden. Die Einbindung eines Parlamentariers als Mittler zeigt, dass die Sicherheitskräfte kurzfristige Deeskalation anstreben, zugleich aber an rechtlichen Grenzen festhalten. Ob weitere Gespräche oder gerichtliche Anordnungen den Konflikt entschärfen, hängt von der nächsten Entscheidung der Versammlung am Rossio und möglichen Signalen aus Lissabon und Porto ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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