Kultur

Geoffroy de Lagasnerie diskutiert beim Queer Lisboa über Institutionengewalt

Der französische Soziologe spricht am 23. September in Lissabon nach der Vorführung des Dokumentarfilms La conscience politique im Cinema São Jorge.

Der französische Philosoph und Soziologe Geoffroy de Lagasnerie kommt am 23. September 2026 nach Lissabon. Beim Festival Queer Lisboa stellt er sich im Cinema São Jorge einer öffentlichen Gesprächsrunde im Anschluss an die portugiesische Vorführung des Dokumentarfilms La conscience politique. Der Termin sowie die Beteiligten sind im Festivalprogramm und in den Ankündigungen des Kinos genannt.

La conscience politique porträtiert Lagasneries Denken und Arbeitsweise. Der Regisseur Léolo Victor-Pujebet nähert sich dem Thema über Gespräche und dokumentarische Beobachtungen und bezieht Weggefährten wie Assa Traoré und Édouard Louis ein. Das Werk, das 2026 fertiggestellt wurde, verknüpft persönliche Biografie mit theoretischen Positionen zu Staat, Polizei, Familie und demokratischer Legitimität. Die Gesprächsrunde in Lissabon moderiert der Kritiker António Guerreiro.

Die Organisatoren stellen die Gewalt und die Funktionslogiken von Institutionen als Leitmotiv des Abends heraus. Gemeint sind dabei nicht nur Sicherheitsapparate, sondern auch soziale und kulturelle Einrichtungen, deren Normen und Praktiken auf Individuen zurückwirken. Diese Setzung knüpft an Lagasneries frühere Arbeiten an, die staatliche Repression, die Rolle des Rechts und Formen zivilen Ungehorsams untersuchen. Für das hiesige Publikum ist die Diskussion anschlussfähig an laufende Debatten in Portugal über Minderheitenrechte, Polizeiarbeit und die Verantwortung öffentlicher Kulturinstitutionen.

Queer Lisboa zählt zu den bekanntesten Filmfestivals des Landes und nutzt seit Jahren Diskussionsformate, um ästhetische Fragestellungen mit gesellschaftspolitischen Perspektiven zu verbinden. Die Veranstaltung mit Lagasnerie folgt diesem Muster: Zunächst die Projektion, danach ein moderiertes Gespräch mit dem Philosophen und dem Regisseur, das thematisch von Repression über Familie und Freundschaft bis zu Demokratie, Kunst und sexuellen Normen reicht. Die Beteiligten äußern dabei ihre Einschätzungen; weitergehende politische Wirkungen werden nicht angekündigt.

Die Angaben zu Termin, Ort und Besetzung stammen aus dem offiziellen Programm von Queer Lisboa, dem Spielplan des Cinema São Jorge sowie Hinweisen des Institut Français Portugal. Damit sind Zeitpunkt, Rahmen und Teilnehmer der Lissabonner Veranstaltung öffentlich bestätigt. Karteninformationen und Programmübersichten weisen den 23. September 2026 als Datum der Vorführung aus. Der geplante Ablauf – Film um den späten Nachmittag oder frühen Abend, anschließend Gespräch – entspricht der gängigen Praxis des Festivals. Aussagen über die Rezeption in Portugal liegen zum jetzigen Zeitpunkt naturgemäß noch nicht vor; eine Bewertung soll erst nach der Veranstaltung erfolgen.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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