Die Câmara Municipal do Porto hat am 5. September die Diagnose zum Plano de Mobilidade Urbana Sustentável veröffentlicht. Demnach kamen in den Jahren 2019 bis 2023 in Porto 13 Fußgänger bei Verkehrsunfällen ums Leben, 24 wurden schwer verletzt. Die Ereignisse konzentrieren sich laut Bericht vor allem in der Baixa, entlang der Avenida da Boavista, an der frente marítima sowie auf großen Straßen und Avenidas mit hohem Verkehrsaufkommen.
Als Reaktion nennt der Plan Verkehrssicherheit als zentrale Priorität. Vorgesehen sind eine Ausweitung der Rede 30, also zusätzlicher Tempo-30-Abschnitte, die räumliche Trennung von Verkehrsarten, mehr Vorrangtrassen für Busse und der beschleunigte Ausbau der Radverkehrsachsen. Der Schwerpunkt liegt auf Knotenpunkten und Hauptachsen, an denen die Häufung der Anprallunfälle besonders deutlich ist. Zudem sollen Querungsstellen sicherer gestaltet und Kontrollen zur Einhaltung von Geschwindigkeitsgrenzen verstärkt werden.
Die Autoridade Nacional de Segurança Rodoviária weist in ihrem Observatório da ANSR für den Distrikt Porto seit Jahren eine auffällige Belastung innerstädtischer Hauptachsen mit schweren Fußgängerunfällen aus. Diese unabhängigen Befunde decken sich mit den in Porto identifizierten Schwerpunkten und stützen die Ausrichtung auf niedrigere Geschwindigkeiten und bauliche Eingriffe. Kommunale Nachhaltigkeitsberichte belegen zugleich, dass bereits in den vergangenen Jahren einzelne Abschnitte verkehrsberuhigt und Kreuzungen umgestaltet wurden, der Bedarf jedoch höher bleibt.
Die Verantwortlichkeiten und Zeithorizonte werden im Bericht klar voneinander getrennt: Die genannten Opferzahlen beruhen auf den kommunalen Erhebungen und der behördlichen Unfallstatistik; Aussagen zur Wirksamkeit geplanter Maßnahmen sind Prognosen. Sie hängen von Planung, Finanzierung und konsequenter Kontrolle ab. Fachliche Evaluierungen verweisen jedoch darauf, dass engmaschige Tempo-30-Netze, sichere Querungen und geschützte Wege für zu Fuß Gehende und Radfahrende die Zahl schwerer Unfälle messbar senken können.
Für Porto bedeutet dies absehbar zusätzliche Investitionen in Straßenraum und Überwachung sowie eine Priorisierung konfliktträchtiger Abschnitte in der Baixa, an der Avenida da Boavista und an der frente marítima. Die Stadt kündigt an, die Wirkung der Eingriffe laufend zu messen und Ergebnisse regelmäßig zu veröffentlichen. Der Plano de Mobilidade Urbana Sustentável bildet damit den Rahmen, um kurzfristige Sicherheitsmaßnahmen mit mittelfristigen Strukturprojekten zu verzahnen und die Verkehrssicherheit im gesamten Stadtgebiet schrittweise zu erhöhen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).