Gesundheit

Neue Nuklearmedizin in Porto eröffnet

Unilabs hat im Centro de Diagnóstico Integrado Porto Fluvial eine Abteilung für Nuklearmedizin in Betrieb genommen. Die Betreiber verweisen auf mehr Kapazität für das öffentliche Gesundheitssystem und moderne PET-CT- sowie SPECT/CT-Technik.

In Porto ist am 10. September 2026 im Centro de Diagnóstico Integrado Porto Fluvial eine Abteilung für Nuklearmedizin offiziell eröffnet worden. Betreiber ist Unilabs, parallel nahm die Clínica TRUST Fluvial am selben Standort ihren Betrieb auf. Die Einrichtung zielt auf eine Stärkung der onkologischen Diagnostik und eine engere Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Gesundheitssystem ab.

Unilabs gab an, in das Projekt mehr als zehn Millionen Euro investiert zu haben. Nach Darstellung des Unternehmens entfallen derzeit rund 85 Prozent der dort durchgeführten nuklearmedizinischen Untersuchungen auf Patientinnen und Patienten des Serviço Nacional de Saúde (SNS). Zudem wurden neue Geräte für PET-CT und SPECT/CT in Dienst gestellt. Bei der Eröffnung waren Vertreter der Stadtverwaltung und des Gesundheitswesens anwesend. Diese Angaben wurden von mehreren lokalen und Fachmedien aufgegriffen.

Der Ausbau ist für den Norden Portugals von Bedeutung: Er verspricht zusätzliche Kapazitäten für die Krebsdiagnostik und die Abklärung komplexer Fälle, bei denen die Kombination aus Stoffwechselbildgebung und hochauflösender Computertomografie entscheidend ist. Nach Einschätzung der Betreiber können durch die integrierte Technik Abläufe verkürzt und die diagnostische Präzision gesteigert werden. Zugleich bleibt die Versorgung mit Radiopharmaka, die Einhaltung strenger Strahlenschutzvorgaben und die Sicherung qualifizierten Personals eine dauerhafte organisatorische Aufgabe.

In Porto investieren auch öffentliche Einrichtungen in moderne Bildgebung. Das Instituto Português de Oncologia do Porto hat in den vergangenen Monaten mit Unterstützung aus dem Plan für Wiederaufbau und Resilienz zusätzliche Geräte für die Nuklearmedizin beschafft. Die parallelen Initiativen von privaten und staatlichen Akteuren deuten auf eine breiter angelegte Modernisierung hin, die angesichts des demografischen Wandels und steigender onkologischer Fallzahlen als notwendig gilt.

Zahlen zur Investitionshöhe und zum Anteil der untersuchten SNS-Patienten stammen von Unilabs und den beteiligten Kliniken. Unabhängige, amtliche Bestätigungen zu jährlichen Untersuchungskapazitäten, konkreten Zuweisungswegen aus dem SNS oder zu vertraglichen Einzelheiten zwischen Unilabs, der Clínica TRUST Fluvial und öffentlichen Stellen lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor. Für belastbare Aussagen zu Umfang und Dauer der öffentlichen Einbindung wären ergänzende Daten der Administração Regional de Saúde Norte oder des Ministério da Saúde erforderlich.

Die Eröffnung in Porto unterstreicht gleichwohl den Trend, die Diagnostik in Portugal technologisch auf den neuesten Stand zu bringen und Engpässe in der onkologischen Versorgung zu verringern.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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