Seit dem 15. September gilt auf der Via de Cintura Interna in Porto ein Fahrverbot für zahlreiche schwere Lastkraftwagen an Werktagen von 7 bis 21 Uhr. Grundlage ist das Decreto-Lei n.º 155-A/2026 vom 31. Juli. Die Maßnahme soll Durchgangsverkehr aus der Stadt heraushalten, die VCI entlasten und schwere Transporte auf leistungsfähigere Außenrouten wie die CREP verlagern.
Betroffen sind Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.500 Kilogramm, Lkw mit drei oder mehr Achsen sowie Fahrzeuge mit einer Höhe über dem ersten Achsstand von 1,10 Metern. Ausgenommen bleibt der Ziel- und Quellverkehr nach Porto und Vila Nova de Gaia, sofern tatsächlich Be- oder Entladevorgänge stattfinden. Für diese Fahrten ist eine vorherige Registrierung über die von den Kommunen bereitgestellte digitale Plattform erforderlich.
Die Via de Cintura Interna ist die Autobahn A20 (IC23) und verbindet unter anderem A1, A3, A4, A28 und A44. Die Regierung koppelt die Beschränkung an Anreize für Ausweichrouten, insbesondere die CREP, die den Transitverkehr um das Stadtgebiet führen soll. Details zur Kontrolle und zu Sanktionen sind im Decreto-Lei geregelt; die Polizei und das Instituto da Mobilidade e dos Transportes erhalten Zugriff auf Registrierungsdaten, um die Einhaltung zu überwachen. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet.
Die Câmara Municipal do Porto und die Stadt Vila Nova de Gaia veröffentlichen seit der vergangenen Woche Ablaufhinweise und Unterstützung für betroffene Unternehmen. Die digitale Plattform für Ausnahmen war vor dem Starttermin freigeschaltet. Der Betriebsbeginn verlief nach Behördenangaben planmäßig; technische Anpassungen an den Kontrollprozessen laufen im Hintergrund.
Zugeschriebene Positionen gehen auseinander: Befürworter aus Kommunalverwaltung und Mobilitätsbehörden verweisen auf erwartete Entlastungseffekte für Verkehrsfluss und Luftqualität im Stadtgebiet. Branchenverbände des Straßengüterverkehrs warnen dagegen vor kurzfristig höheren Kosten und Umwegkilometern, solange die Registrierungspraxis und Kontrollen nicht reibungslos funktionieren. Prognosen zur Wirkungsbilanz hängen davon ab, wie konsequent der Transitverkehr tatsächlich auf die CREP und andere Außenringe verlagert wird und wie effizient Ausnahmen gehandhabt werden.
Für Unternehmen mit Ziel in Porto oder Vila Nova de Gaia ist entscheidend, Fahrten vorab anzumelden und Nachweise über Be- und Entladung mitzuführen. Für reinen Durchgangsverkehr ist die Nutzung der VCI während der Sperrzeiten nicht zulässig. Die Behörden kündigen an, den Vollzug in den ersten Tagen eng zu begleiten und Hinweise aus der Praxis in die Umsetzung einfließen zu lassen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).