Sechs Mitglieder des Movimento pela Habitação haben am 18. Oktober den Boden der Praça D. João I in Porto gereinigt. Mit der Aktion wollen sie den Platz sauber halten und zugleich Gründe vermeiden, die Stadtverwaltung oder Polizei zum Abbau der Protestzelte veranlassen könnten. Der Schritt folgt auf mehrere Tage eskalierender Auseinandersetzungen um das Zeltcamp im Stadtzentrum.
Am 12. Oktober 2026 ließ die Polícia de Segurança Pública (PSP) Zelte auf der Praça D. João I entfernen. Die Câmara do Porto begründete dies mit dem Schutz des öffentlichen Raums und dem Fehlen einer Genehmigung zur Besetzung des Platzes. Am 14. Oktober kündigte die Stadt eine strikt durchgesetzte Linie gegen ein dauerhaftes Zelten auf zentralen Plätzen an.
In der Nacht zum 15. Oktober kam es bei einer erneuten Räumungsaktion zu Zusammenstößen. Das Movimento pela Habitação sprach von Dutzenden Verletzten; die PSP bestätigte Verletzte und kündigte an, Unterlagen an die Staatsanwaltschaft zu übergeben sowie polizeiliche Videoaufnahmen zu sichern. Die Behörde verwies auf Lärmbeschwerden und die Weigerung, Zelte zu entfernen, als Anlass des Eingreifens. Angaben zur Zahl der Verletzten gehen auseinander; eine gerichtliche Bewertung der Vorfälle steht noch aus.
Am 17. Oktober beschlossen Teile der Bewegung, erneut Zelte zu errichten oder Alternativen zu prüfen. Die Aktivisten fordern Maßnahmen gegen Spekulation, einen Stopp von Zwangsräumungen ohne Angebot einer Alternative sowie mehr öffentlich geförderten Wohnraum. Die Reinigung des Platzes wird von ihnen als präventive Maßnahme verstanden, um Hygiene- und Sicherheitsargumente der Behörden zu entkräften.
Rechtlich stützt sich die Stadt auf Regelungen zur Nutzung öffentlichen Raums und auf Auflagen für Veranstaltungen, die Sauberkeit, Lärmschutz und freie Passagen sicherstellen sollen. Die Bewegung beruft sich auf das Recht zu demonstrieren und verweist auf die Wohnungsnot in Porto als Anlass des Protests. National befeuert der Fall die Debatte über Wohnungspolitik und polizeiliches Vorgehen bei länger andauernden Protestformen. Wie es an der Praça D. João I weitergeht, hängt von möglichen Verhandlungen zwischen Stadt, Polizei und Organisatoren sowie von den angekündigten Ermittlungen ab.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).