Kultur

MotelX startet 20. Ausgabe in Lissabon mit über 170 Filmen

Das Festival Internacional de Cinema de Terror de Lisboa beginnt heute und läuft bis 13. September in Cinema São Jorge und Cinemateca Portuguesa.

In Lissabon hat heute die 20. Ausgabe des Festival Internacional de Cinema de Terror de Lisboa begonnen. Das Horrorkino-Festival, auch als MotelX bekannt, läuft bis zum 13. September 2026 in den Spielstätten Cinema São Jorge und Cinemateca Portuguesa. Nach Angaben der Veranstalter sowie des Instituto do Cinema e do Audiovisual umfasst das Programm mehr als 170 Filme aus rund 40 Ländern; die Jubiläumsausgabe erstreckt sich erstmals über elf Tage.

Inhaltlich setzt die Leitung auf eine Kombination aus internationalen Neuheiten, Retrospektiven und thematischen Reihen. Neu ist die Sektion Lost in Europe: O Terror por Detrás da Cortina de Ferro, die selten gezeigte oder schwer zugängliche Genrefilme aus osteuropäischen Kontexten vorstellt. Ebenfalls neu ist die Reihe Falar sobre a Morte (Nunca Matou Ninguém), die in Kooperation mit dem Goethe-Institut Portugal klassische und zeitgenössische Werke des deutschsprachigen Genrefilms bündelt. Ergänzt wird das Programm durch Gespräche mit Filmschaffenden, Bildungsangebote für ein jüngeres Publikum und Branchentermine.

Portugiesische Produktionen sind in Wettbewerbs- und Sondersektionen vertreten. Zu den prämierten Programmen zählt der europäische Wettbewerb, in dem Beiträge um den Méliès d’argent konkurrieren. Nationale Kurzfilme und Debüts erhalten eigene Schienen, die der portugiesischen Szene Sichtbarkeit verschaffen sollen. Konkrete Angaben zu erwarteten Besucherzahlen oder wirtschaftlichen Effekten machten die Organisatoren zum Auftakt nicht.

Die Festivalleitung verweist auf ein stark kuratiertes Spektrum, das sowohl große Produktionen als auch unabhängige Arbeiten umfasst. Das Ziel sei, das Genre in seiner stilistischen Breite zu zeigen – von atmosphärischen Psychothrillern bis zu formalen Experimenten. Mehrere Premieren sind in den Abendblöcken im Cinema São Jorge terminiert, während die Cinemateca Portuguesa historische Reihen und restaurierte Fassungen präsentiert. Begleitende Gespräche und Workshops vertiefen die jeweiligen Schwerpunktsetzungen der Sektionen.

Spielpläne und Inhaltsangaben werden laufend aktualisiert und sind an den Kassen der beiden Häuser verfügbar. Der Ticketverkauf erfolgt zentral über die Kassen des Cinema São Jorge; für einzelne Reihen gelten gesonderte Kontingente. Die Organisatoren betonen barrierearme Zugänge und ein familienfreundliches Rahmenangebot an Wochenenden.

Mit der erweiterten Laufzeit und den neuen Programmsektionen markiert die 20. Ausgabe eine Verdichtung des Profils. Der Fokus liegt auf der internationalen Vernetzung, ohne den Blick auf aktuelle und historische Stimmen aus Portugal zu verlieren. Die Eröffnung setzt damit den Ton für elf Tage, in denen Lissabon als Schauplatz für das Gegenwartskino des Genres und seine Traditionen fungiert.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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