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Lissabon-Film von Rúben Alves startet – Rita Blanco warnt vor Identitätsverlust

In RTPs Grande Entrevista bewerben Rita Blanco und Rúben Alves den Kinostart von Santo António – Der Heiratsvermittler von Lissabon und sprechen über Tradition, Tourismusdruck und die Zukunft der Stadt.

Der Regisseur Rúben Alves und die Schauspielerin Rita Blanco haben in der RTP-Sendung Grande Entrevista den Kinostart ihres neuen Films Santo António – Der Heiratsvermittler von Lissabon vorgestellt. Der Film greift die in Lissabon fest verankerte Juni-Tradition der Santo-António-Hochzeiten auf und verknüpft sie mit einer Gegenwartserzählung über Zugehörigkeit, Wandel und das Ringen um städtische Identität.

Alves, in Paris geboren und seit Jahren in Lissabon tätig, bezeichnete die Tradition als „einzigartig“ und als Ausgangspunkt für das Drehbuch. Blanco betonte, sie sehe den Verlust von Alltagsorten wie typischen Cafés und kleinen Bars bereits als Realität, sprach aber zugleich von Gestaltungsspielräumen: Der Wandel sei nicht zwangsläufig, wenn Stadtpolitik und Gesellschaft Prioritäten setzten. Beide wiesen auf soziale Aspekte hin – Einsamkeit in der Großstadt, Verdrängung angestammter Bewohner und die Frage, welche Geschichten im öffentlichen Raum sichtbar bleiben.

Der Film wird als Komödie mit ernsten Tönen beschrieben und läuft landesweit in portugiesischen Kinos. Die Veröffentlichung knüpft an eine für Lissabon prägende Kulturpraxis an: Jedes Jahr im Juni lassen sich ausgewählte Paare im Rahmen der Volksfeste zu Santo António trauen. Alves nutzt dieses Milieu, um über Tourismusdruck, steigende Mieten und die Kommerzialisierung städtischer Symbole zu erzählen. Die Sendung bei RTP liefert die zentralen Aussagen der Beteiligten; Programminformationen des Senders und Branchenhinweise bestätigen den aktuellen Kinostart.

Zugeschriebene Bewertungen und Prognosen trennten die Gesprächspartner klar von überprüfbaren Fakten. So äußerte Blanco Sorgen über einen fortschreitenden Identitätsverlust in Lissabon – eine Einschätzung, die sie an sichtbare Veränderungen im Stadtbild knüpft. Alves wiederum versteht die Filmhandlung als Einladung zur Debatte darüber, was bewahrt und was neu erzählt werden sollte. Beide betonten, Nostalgie sei nicht ihr Ziel; entscheidend sei ein zeitgenössischer Blick auf Tradition unter heutigen Bedingungen.

Als Ausblick erwähnte Blanco ein separates Projekt: Ein Drehbuch nach Dulce Maria Cardosos Roman Die Rückkehr liege bei einer Produzentin; eine Umsetzung hänge von Förderungen ab. Für den aktuellen Film steht der Kinostart im Vordergrund. Ob und wie die Diskussionen über Lissabons Identität auf kommunaler Ebene aufgegriffen werden, bleibt offen – die Produktion liefert dafür jedoch einen aktuell breit sichtbaren kulturellen Anlass.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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