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Zelte-Protest für bezahlbares Wohnen kehrt ins Zentrum von Porto zurück

Nach der Räumung am 12. Oktober haben Aktivisten am 15. Oktober erneut ein Protestcamp auf der Praça D. João I in Porto errichtet. Stadt und Polizei verweisen auf Genehmigungspflichten, Wohnrechtsgruppen auf steigende Mieten.

In Porto sind am 15. Oktober erneut Zelte auf der Praça D. João I aufgestellt worden. Aktivisten reaktivierten dort ihr Protestcamp für das Recht auf Wohnen, nachdem Polizei und kommunale Dienste die erste Installation am 12. Oktober entfernt hatten. Der Schritt soll den Druck auf Politik und Verwaltung erhöhen, die Mieten zu dämpfen, Mieterrechte zu stärken und zusätzlichen öffentlichen Wohnraum zu schaffen.

Die Stadtverwaltung begründete die Räumung vom 12. Oktober mit der unzulässigen Besetzung öffentlichen Raums ohne Genehmigung. Einsatzkräfte der Polícia de Segurança Pública und kommunale Dienste entfernten Dutzende Zelte. Wohnrechtsgruppen und Oppositionspolitiker kritisierten die Maßnahme als unverhältnismäßig und forderten vom Innenministerium die Offenlegung der rechtlichen Grundlage für das Vorgehen. Die Auseinandersetzung über Zuständigkeiten und Verhältnismäßigkeit setzt sich seitdem im politischen Raum fort.

Die erneute Aufstellung folgte auf eine größere Demonstration am 10. Oktober in Porto gegen steigende Lebenshaltungskosten und Wohnungspreise. Nach übereinstimmenden Medienberichten organisierten die Teilnehmer des Camps am 15. Oktober offene Versammlungen, Arbeitsgruppen für Logistik und Medienarbeit sowie eine nächtliche Präsenz vor Ort. Ziel sei es, den Protest sichtbar zu halten und eine dauerhafte Debatte über Mieterschutz, soziale Wohnungsbauprogramme und den Umgang mit touristischen Kurzzeitvermietungen zu erzwingen.

Der Hintergrund ist landesweit: In Metropolen wie Porto treiben eine angespannten Angebotslage, hohe Immobilienpreise und Kurzzeitvermietungen die Mieten nach oben. In der Folge berichten Mieterverbände von Verdrängungstendenzen, insbesondere in zentralen Stadtlagen. Die Câmara do Porto verweist auf Regelungen für die Nutzung öffentlichen Raums und die Notwendigkeit, Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten. Wohnrechtsgruppen sehen darin den Versuch, legitimen Protest zu beschneiden.

Aus den vergangenen Tagen ergibt sich damit eine klare Chronologie: Demonstration am 10. Oktober, Räumung des ersten Zeltlagers am 12. Oktober und die Rückkehr der Zelte am 15. Oktober. Berichte von RTP, Observador, Diário de Notícias und Renascença dokumentieren die Ereignisse und die Positionen der Beteiligten. Ob und wie lange das Camp bestehen kann, hängt nun von weiteren Entscheidungen der Stadt und möglichen rechtlichen Schritten ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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