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Studie: Ausländische Kapitalbeteiligungen stehen für 46 Prozent der Exporte Portugals

Eine neue Auswertung von Informa D&B, am 20. August 2026 bekannt gemacht, beziffert den Exportanteil ausländisch kontrollierter Firmen auf 46 Prozent. Spanien stellt die meisten Anteilseigner, Unternehmen mit Gesellschaftern aus den Vereinigten Staaten zahlen…

Die Wirtschaftsinformationsfirma Informa D&B hat am 20. August 2026 eine Auswertung zum Gewicht ausländischer Kapitalbeteiligungen im portugiesischen Unternehmenssektor veröffentlicht. Demnach stehen Unternehmen mit mehrheitlich ausländischem Kapital für 46 Prozent des Exportvolumens. Sie repräsentieren zwar nur rund 3 Prozent aller Firmen, beschäftigen aber 22 Prozent der Beschäftigten und erwirtschaften 31 Prozent des Branchenumsatzes. RTP berichtete darüber unter Berufung auf Lusa.

Die Studie, die Gesellschaftsregister und veröffentlichte Finanzdaten bis einschließlich des Geschäftsjahrs 2024 auswertet, nennt konkrete Größenordnungen: Etwa 17.000 Unternehmen mit ausländischem Kapital beschäftigen rund 808.000 Personen und erzielten einen Umsatz von etwa 173 Milliarden Euro; ihr Exportbeitrag wird mit rund 52 Milliarden Euro angegeben. Spanien ist mit 3.684 betrachteten Gesellschaften das Herkunftsland mit den meisten Anteilseignern in Portugal. Unternehmen mit Gesellschaftern aus den Vereinigten Staaten weisen der Auswertung zufolge im Schnitt die höchsten Personalkosten pro Beschäftigtem aus.

Die Autorinnen und Autoren führen die große wirtschaftliche Bedeutung dieser Firmen weniger auf ihre Anzahl als auf ihre mittlere Größe und ihr ausgeprägtes Exportprofil zurück. Ausländisch kontrollierte Gesellschaften sind demnach häufiger exportorientiert und zeigen nach den vorgelegten Leistungsindikatoren höhere Produktivität sowie höhere durchschnittliche Personalkosten als national kontrollierte Unternehmen. Diese Befunde werden als empirische Bestandsaufnahme präsentiert; Kausalitäten werden nicht behauptet.

Für die wirtschaftspolitische Einordnung verweist die Untersuchung auf Unterschiede nach Herkunftsländern und Branchen. Spanien und Frankreich tragen innerhalb der Gruppe ausländisch kontrollierter Unternehmen besonders stark zu Beschäftigung und Umsatz bei. Überdurchschnittlich exportstark sind industrielle und technologieintensive Bereiche. Welche regionalen Verteilungseffekte sich daraus ergeben, hängt laut Studie von der sektoralen Verankerung und der Größe der jeweiligen Standorte ab.

Methodisch stützt sich Informa D&B auf aggregierte Register- und Abschlussdaten portugiesischer Unternehmen; die Ergebnisse beziehen sich somit auf die berichteten Abschlüsse bis 2024 und bilden keine vorläufigen Hochrechnungen für 2025 oder 2026 ab. Aussagen zu Beschäftigtenzahlen, Umsätzen und Exportvolumina sind der Studie zugeschrieben. Mögliche Folgewirkungen für Standortpolitik, Investitionsförderung und Arbeitsmarktregulierung lassen sich erst aus vertieften sektoralen und regionalen Detaildaten ableiten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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