Resialentejo hat öffentliche Vergabeverfahren für eine neue Central de Tratamento de Biorresíduos im Parque Ambiental do Montinho in Beja veröffentlicht. Laut Ausschreibungsbekanntmachungen im Diário da República (u. a. Verfahrensnummern 14150/2026, 15075/2026 und 15471/2026) sind Lose mit Basispreisen von 2,9 Millionen Euro und 0,8 Millionen Euro ausgewiesen; ergänzende regionale Berichte beziffern den Gesamtumfang des Projekts auf rund fünf Millionen Euro. Mit dem Schritt beginnt die formelle Auftragsvergabe für eine Anlage, die die getrennt erfassten Bioabfälle des Verbunds verarbeiten soll.
Die geplante Einrichtung ist als Ergänzung zur bestehenden mechanisch-biologischen Behandlung am Standort vorgesehen und soll den Bioabfallstrom aus der getrennten Sammlung eigenständig aufbereiten. In öffentlichen Unterlagen stellt Resialentejo die neue Infrastruktur als Baustein zur Steigerung von Kapazitäten und Verwertungsquoten dar; genannt werden die Verbesserung der biologischen Behandlung, die Qualität des erzeugten Komposts sowie mögliche Energiepfade. Technische Spezifikationen, Fristen und Eignungskriterien sind den einzelnen Losen der Bekanntmachungen zu entnehmen; die finale Finanzierung und die Beauftragung hängen vom Ausgang der Vergabeverfahren ab.
Politischer Hintergrund ist die EU- und Landesvorgabe, Bioabfälle getrennt zu erfassen und vorrangig hochwertig zu verwerten. Resialentejo verweist in Projektangaben auf potenzielle Kofinanzierung aus Programmen wie dem Programa SUSTENTÁVEL 2030 und dem Plano de Recuperação e Resiliência (PRR). Beide Programme zielen auf Infrastruktur der Kreislaufwirtschaft; konkrete Zuwendungsbescheide oder Zuschläge liegen zum Zeitpunkt der Ausschreibung jedoch nicht vor. Der Unterschied zwischen den im Diário da República ausgewiesenen Basispreisen einzelner Lose und den in regionalen Medien genannten Gesamtkosten erklärt sich aus weiteren, in den Bekanntmachungen aufgeführten Vergabeeinheiten und Verfahrensschritten.
Der Standort Parque Ambiental do Montinho bei Beja bündelt bereits zentrale Einrichtungen des Systems, darunter die Central de Triagem und Anlagen der mechanisch-biologischen Behandlung. Die nun ausgeschriebene Central de Tratamento de Biorresíduos ist darauf ausgelegt, die getrennt erfassten organischen Fraktionen des Verbands ohne Umweg über die Mischabfallbehandlung zu verarbeiten und damit Stoffströme zu entflechten. Als interkommunales Unternehmen organisiert Resialentejo für die Gemeinden im Baixo Alentejo die Abfallbehandlung; die getrennte Erfassung liegt auf Gemeindeebene, die überregionale Behandlungskapazität wird im Verbund bereitgestellt. Aus den weiteren Einträgen im Diário da República, die Fristen und Lose präzisieren, ergibt sich der nächste Zeitplan bis zur Angebotswertung und Zuschlagserteilung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).