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Portugals Wirtschaftsminister plant Ende Oktober Besuch in Venezuela

Botschafter Manuel Frederico Pinheiro da Silva kündigt in Caracas eine Reise von Manuel Castro Almeida für Ende Oktober an. Im Fokus stehen Handel und Investitionen sowie eine vorbereitende Wirtschaftsmission der AICEP.

Der portugiesische Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida will nach Angaben der Botschaft in Caracas Ende Oktober nach Venezuela reisen. Der Botschafter Manuel Frederico Pinheiro da Silva erklärte am 26. September in Caracas, die Visite sei für die letzten Oktobertage vorgesehen. Ein genauer Termin und das Programm wurden nicht genannt.

Als Ziel der Reise nannte die Botschaft die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen. Nach Darstellung aus Caracas sollen Investitions- und Exportchancen ausgelotet und der Marktzugang portugiesischer Unternehmen unterstützt werden. Zugleich bereitet die Agência para o Investimento e Comércio Externo de Portugal (AICEP) eine portugiesische Wirtschaftsmission vor. In diesem Zusammenhang ist die Eröffnung eines AICEP-Büros in unmittelbarer Nähe der Botschaft von Portugal in Caracas vorgesehen, um Firmenkontakte zu erleichtern und Unternehmen vor Ort zu betreuen.

Offizielle Detailangaben des zuständigen Ministeriums in Lissabon zu Teilnehmern, Gesprächspartnern oder möglichen Abkommen liegen bislang nicht vor. Die Ankündigung stützt sich auf Aussagen des Botschafters sowie auf Hinweise der AICEP zur geplanten Präsenz in Caracas. Das lässt auf eine vorrangig wirtschaftliche Agenda schließen. Politische Themen – darunter konsularische Anliegen und die Lage der Zivilgesellschaft – könnten nach Lage der Dinge ebenfalls eine Rolle spielen, sind aber bisher nicht bestätigt.

Hintergrund ist eine vorsichtige Wiederbelebung der bilateralen Kontakte nach Jahren politischer und wirtschaftlicher Spannungen in Venezuela. Die Regierung von Portugal hatte wiederholt Interesse an pragmatischer Zusammenarbeit in Bereichen wie Energie, Nahrungsmittel, Gesundheit und digitale Dienstleistungen signalisiert. Umgekehrt bekundete die venezolanische Seite zuletzt Bereitschaft, Wirtschaftsbeziehungen mit europäischen Partnern neu zu ordnen. Ob daraus kurzfristig verbindliche Vereinbarungen entstehen, hängt von den Gesprächen auf Ministerebene ab.

Die diplomatische Vertretung in Caracas wird seit Anfang 2026 von Manuel Frederico Pinheiro da Silva geleitet. Seine Aussagen bilden derzeit die maßgebliche Grundlage für den Zeitplan und den Charakter der Reise. Solange die offizielle Terminbestätigung und die Liste der Gesprächspartner ausstehen, bleibt der genaue Zuschnitt offen. Klar ist jedoch, dass eine sichtbare Präsenz der AICEP und eine koordinierte Wirtschaftsmission portugiesischen Firmen den Zugang zu einem schwierigen, zugleich potenziell wachsenden Markt erleichtern könnten. Damit bekäme die wirtschaftsdiplomatische Spur zwischen Lissabon und Caracas neuen Schwung.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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