Wirtschaft

Portugal strebt mehr Flugverbindungen mit Venezuela nach Besuch in Caracas an

Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida kündigt nach Gesprächen in Caracas an, die Luft- und Tourismusverbindungen zwischen Portugal und Venezuela ausbauen zu wollen. Rückenwind erwartet Lissabon von der geplanten Beteiligung der Lufthansa an TAP.

Portugal will die Flug- und Tourismusverbindungen mit Venezuela ausbauen. Das bekräftigte Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida am 2. und 3. November in Caracas nach Gesprächen mit Regierungsvertretern und einem bilateralen Wirtschaftsforum. Demnach prüft Lissabon zusätzliche oder häufigere Verbindungen, um Geschäftsreisen, Tourismus und die Mobilität der großen portugiesischen Diaspora in Venezuela zu erleichtern.

Als möglicher Katalysator gilt die von der Regierung im Oktober getroffene vorläufige Entscheidung, die Lufthansa als Partner für den Erwerb von bis zu 49,9 Prozent an TAP auszuwählen. Aus Sicht Lissabons könnte die Einbindung in ein größeres Netzwerk die Planung neuer Langstrecken und die Stärkung bestehender Routen unterstützen. Der Schritt steht unter dem Vorbehalt vertraglicher Details und kartellrechtlicher Genehmigungen. Konkrete neue Flugziele, Starttermine oder Frequenzen nannte der Minister in Caracas nicht.

Die Ankündigung knüpft an Bestrebungen an, die in den vergangenen Jahren wiederaufgenommenen Verbindungen zwischen Portugal und Venezuela zu festigen. Der Luftverkehr gilt auch wegen der ausgeprägten familiären Bindungen – insbesondere in Madeira – als wirtschaftlich und sozial bedeutsam. Zugleich verweisen Regierungsstellen auf ein mögliches Potenzial im Tourismus sowie in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Dienstleistungen, das bei dem Besuch in mehreren Terminen mit venezolanischen Ansprechpartnern erörtert wurde.

Zugleich betonte die Regierung von Portugal, dass jeder Ausbau realistischer Markt- und Regulierungsprüfungen bedarf. Dazu zählen Nachfrage, Flottenplanung und Verkehrsrechte. Die Beteiligung der Lufthansa an TAP wird von Beobachtern als Chance gewertet, das Langstreckenportfolio strategisch zu ordnen; sie könnte jedoch auch Anpassungen an anderen Strecken nach sich ziehen. Offizielle Entscheidungen über neue Routen stehen aus.

Die Regierung stellte den Besuch in Caracas als Teil einer breiteren wirtschaftspolitischen Agenda dar, die Investitionen portugiesischer Unternehmen erleichtern und die internationale Einbindung von TAP vertiefen soll. Während der Gespräche wurde nach portugiesischen Angaben die gegenseitige Öffnung für Unternehmensmissionen und Tourismuskampagnen angesprochen. Weitere Details sollen nach Abschluss der laufenden Sondierungen folgen.

Die Aussagen des Ministers wurden am 3. November durch RTP Notícias wiedergegeben und stützen sich auf Mitteilungen der Regierung von Portugal. Der aktuelle Anlass ist der zweitägige Besuch in Caracas sowie die jüngste Auswahl der Lufthansa als präferierter Partner für die Teilprivatisierung von TAP.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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