Lissabon — Das portugiesische Außenministerium, das Ministério dos Negócios Estrangeiros, hat am 20. August die jüngsten russischen Angriffe auf Kiew scharf verurteilt. In der Erklärung bekräftigte Lissabon seine Solidarität mit der Ukraine und rief zur strikten Beachtung des humanitären Völkerrechts auf. Die Stellungnahme folgte auf nächtliche Raketen- und Drohnenangriffe, bei denen nach Angaben ukrainischer Behörden, die unter anderem von Reuters verbreitet wurden, landesweit mindestens 16 Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden, darunter auch in der Region Kiew.
Die Mitteilung des Außenamts ordnet den Vorfall in die fortgesetzten Angriffe seit Beginn der großangelegten russischen Invasion im Februar 2022 ein. Portugal verurteile Angriffe auf zivile Ziele und unterstütze Bemühungen, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, heißt es sinngemäß. Nach Berichten von RTP und Diário de Coimbra hob das Ministerium zugleich die Unverbrüchlichkeit der portugiesischen Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine hervor.
Zum unmittelbaren Schadensbild in der ukrainischen Hauptstadt nannten die Behörden zunächst unterschiedliche Opferzahlen für einzelne Orte; übereinstimmend ist jedoch, dass der Beschuss in der Nacht zum 20. August zivile Bereiche traf. Der Hinweis auf mindestens 16 Tote bezieht sich auf die Lage in der gesamten Ukraine. Diese Zahlen sind vorläufig und können sich mit der Lageaufklärung ändern; offizielle Bestätigungen aus Portugal beziehen sich auf die Verurteilung der Angriffe, nicht auf eine eigene Ermittlung des Schadensausmaßes.
Politisch knüpft die Erklärung an die bisherige Linie Lissabons an. Portugal unterstützt im Rahmen der Europäischen Union Sanktionspakete gegen Russland, leistet humanitäre Hilfe und beteiligt sich an gemeinsamen europäischen Initiativen zur Unterstützung der Ukraine. Der Präsident der Republik hatte bereits im Juli einen ähnlichen Angriff auf Kiew verurteilt und damit die Kontinuität der portugiesischen Position unterstrichen.
Neue operativ-politische Schritte kündigte das Außenministerium am Donnerstag nicht an. Die Regierung beschränkte sich auf die klare Verurteilung, die Bekräftigung der Solidarität mit den Opfern und den Appell an die internationale Gemeinschaft, konsequent Druck für die Einhaltung des humanitären Völkerrechts auszuüben. Prognosen über militärische Entwicklungen oder künftige Maßnahmen Lissabons wurden nicht abgegeben; weitere Entscheidungen hängen von der Lageentwicklung und den Konsultationen in der Europäischen Union ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).