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Portugal stockt im September Plätze in Aufnahmezentren auf 171 auf

Die Regierung nennt gegenüber RTP Antena 1 eine ab September verfügbare Kapazität von 171 Plätzen in staatlichen Einrichtungen für Migranten. Damit bleibt Portugal deutlich unter der früheren Zielmarke von 300 Plätzen aus dem PRR.

Die portugiesische Regierung rechnet damit, dass ab September 171 Plätze in staatlichen Einrichtungen zur vorübergehenden Unterbringung von Migranten verfügbar sind. Das bestätigten das Ministério da Administração Interna und die Sicherheitsbehörden schriftlich gegenüber RTP Antena 1. Die Zahl liegt deutlich unter der früher kommunizierten Zielmarke von 300 Plätzen.

Nach Regierungsangaben ergibt sich die Kapazität vor allem aus Bau- und Umbauarbeiten am einzigen offiziell als Centro de Instalação Temporária anerkannten Standort in Porto sowie aus kleineren Eingriffen in räumlich gleichgestellten Einrichtungen an Flughäfen und in Faro und Beja. Die Polícia de Segurança Pública hat zudem an der Unidade Habitacional de Santo António in Porto eine containerbasierte Erweiterung installiert, die rund 80 zusätzliche Plätze schaffen soll. Die Arbeiten seien zum Ende August terminiert, sodass die zusätzlichen Kapazitäten ab September zur Verfügung stehen sollen.

Mit den 171 Plätzen bleibt Portugal hinter der im Rahmen des Plano de Recuperação e Resiliência genannten Zielgröße zurück. Im Februar 2025 hatte die Regierung zwei neue Centro de Instalação Temporária in den Regionen Porto und Lissabon mit zusammen etwa 300 Plätzen in Aussicht gestellt. Dokumente im Diário da República und frühere Regierungsmitteilungen belegten einen Abschluss bis Mitte 2026. Später räumten Verantwortliche Verzögerungen ein und kündigten an, zunächst bestehende Einrichtungen zu verstärken.

Als Gründe für die engere Lösung nennt das Innenressort organisatorische, materielle und rechtliche Engpässe. Zugleich verweist die Regierung auf den europäischen Rahmen, der keine fixe Zahl an Plätzen pro Mitgliedstaat vorschreibt, aber menschenwürdige Unterbringung verlangt. Unabhängig davon bleibt der rechtliche Status der Einrichtungen unverändert: Sie dienen der vorübergehenden Unterbringung von Personen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, etwa im Kontext von Grenzverfahren und Rückführungen.

Die geringere Kapazität begrenzt nach Darstellung des Innenministeriums die Möglichkeiten, Betroffene in speziell ausgestatteten Zentren unterzubringen. Behörden müssen daher weiterhin auf alternative vorübergehende Lösungen zurückgreifen. Die aktuellen Zahlen und Maßnahmen wurden gegenüber RTP Antena 1 bestätigt; frühere Zielsetzungen und Fristen ergeben sich aus Veröffentlichungen im Diário da República. Ob und wann die ursprünglich vorgesehenen zusätzlichen Standorte in Lissabon und Porto vollständig umgesetzt werden, ließ die Regierung offen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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