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Portugal startet Bau der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke Porto–Lissabon

Mit einer Zeremonie in Oiã hat Portugal den Bau der ersten Etappe der Hochgeschwindigkeitslinie zwischen Porto und Lissabon begonnen. Infraestruturas de Portugal und das Konsortium AVAN verantworten den Auftaktabschnitt.

Portugal hat den Bau seiner ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke begonnen. In Oiã im Distrikt Aveiro markierten Infraestruturas de Portugal und das Baukonsortium AVAN am 12. Oktober mit einer offiziellen Zeremonie den Start der Arbeiten am Abschnitt Porto (Campanhã)–Oiã. Das rund 71 Kilometer lange Teilstück der „Linha de Alta Velocidade“ ist für Geschwindigkeiten bis 300 Kilometer pro Stunde ausgelegt und gilt nach Angaben des Betreibers als eines der größten Infrastrukturvorhaben des Jahrzehnts.

Nach Darstellung der Regierung soll die künftige Verbindung Porto–Lissabon die Fahrzeit auf etwa eine Stunde und 15 Minuten verkürzen. Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz sprach von einem „Schlüsselprojekt“ für die wirtschaftliche Integration des Landes und die Anbindung an das transeuropäische Verkehrsnetz. Die Aussage bezieht sich auf die Gesamtstrecke, deren weitere Bauphasen noch folgen müssen.

Zum ersten Baupaket gehören umfangreiche Ingenieurbauten. Nach Angaben aus dem Projektumfeld sind mehrere Tunnel mit zusammen rund acht Kilometern Länge sowie eine neue Querung des Douro vorgesehen. Die genaue Ausgestaltung einzelner Elemente variiert je nach Bauabschnitt. Der jetzt gestartete Abschnitt stellt die Trasse zwischen Porto (Campanhã) und Oiã her und schafft die Voraussetzungen für den weiteren Vortrieb nach Süden.

Offen ist weiterhin der genaue Standort des Fernbahnhofs in Vila Nova de Gaia. Die Diskussion konzentriert sich auf die Anbindung im Bereich Santo Ovídio und die städtebaulichen Folgen. Lokalpolitiker und Anwohnergruppen haben Bedenken gegen bestimmte Varianten vorgetragen. Die Regierung verweist darauf, dass das Standortverfahren noch nicht abgeschlossen ist; Entscheidungen sollen nach Abschluss der Prüfungen getroffen werden.

Infraestruturas de Portugal verweist auf die erwarteten Kapazitätsgewinne im Personenverkehr und den prognostizierten Verlagerungseffekt von der Straße und vom Inlandsflug auf die Schiene. Das Konsortium AVAN verantwortet die ersten Baulose und koordiniert Genehmigungs- sowie Vermessungsarbeiten, die in den eigentlichen Bau übergehen. Finanzierungsangaben variieren je nach Los; die Regierung nennt Beiträge aus nationalen Mitteln und europäische Komponenten in noch zu verteilender Höhe.

Die Projektträger betonen, dass der Baubeginn in Oiã ein Auftakt ist, kein Abschluss: Zeitpläne und Kosten werden abschnittsweise aktualisiert, sobald Ausschreibungen entschieden und Planfeststellungen rechtskräftig sind. Kritiker mahnen Transparenz bei Lärmschutz, Enteignungen und Umweltauflagen an; die zuständigen Stellen sagen weitere Konsultationen zu.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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