Gesellschaft

Portugal: Mehrheit der Bewerber erhält Erstwahl – knapp 50.000 Plätze in erster Vergaberunde

Die Ergebnisse der 1.ª fase des Concurso Nacional de Acesso liegen vor: Knapp 50.000 Studienbewerber wurden zugeteilt, die meisten erhielten ihre Erstwahl. Die höchsten Zugangswerte verzeichneten Universidade do Porto und Universidade do Minho in…

Portugal hat am 22. August 2026 die Ergebnisse der 1.ª fase im Concurso Nacional de Acesso zum öffentlichen Hochschulsystem veröffentlicht. Knapp 50.000 Bewerberinnen und Bewerber erhielten in dieser ersten Vergaberunde einen Studienplatz; die Mehrheit wurde ihrer Erstpräferenz zugewiesen. Besonders hohe Zugangswerte wurden in ingenieurwissenschaftlichen Fächern erreicht: In Engenharia Aeroespacial meldeten die Universidade do Porto und die Universidade do Minho Spitzenwerte von 19,5 beziehungsweise 18,9 auf der 20-Punkte-Skala.

Nach Angaben der Direção-Geral do Ensino Superior wurden die Plätze über die öffentlichen Universitäten und Polytechnischen Institute verteilt, einschließlich besonderer Kontingente, etwa für Bewerberinnen und Bewerber mit Behinderungen. Die detaillierten Ranglisten und Notengrenzen („médias de acesso“) werden für die einzelnen Studiengänge institutionell ausgewiesen und bilden die Grundlage für Widerspruchs- und Nachrückverfahren. Über die heute veröffentlichten Zahlen berichteten übereinstimmend RTP und Renascença.

Die „médias de acesso“ kombinieren in Portugal Noten der Sekundarstufe mit Ergebnissen der nationalen Abschlussprüfungen und werden auf einer Skala von 0 bis 20 Punkten angegeben. Hohe Grenzwerte spiegeln eine starke Nachfrage bei begrenzten Kapazitäten wider; dies gilt seit Jahren insbesondere für technische Disziplinen und Gesundheitsstudiengänge. Die jetzt registrierten Spitzenwerte in Engenharia Aeroespacial verdeutlichen die anhaltende Attraktivität von MINT-Fächern an forschungsstarken Standorten wie Porto und Minho.

Die Behörden verweisen darauf, dass die Steuerung von Kapazitäten und die soziale Durchlässigkeit zentrale Ziele bleiben. Das Ministério da Ciência, Tecnologia e Ensino Superior hatte im Vorfeld betont, Förderinstrumente für bedürftige Studierende und Anpassungen bei Platzzahlen fortzuführen, um regionale Ungleichgewichte zu mindern und Engpässe in besonders gefragten Bereichen abzufedern. Zugleich sollen digitale Kompetenzen im currículo des Ensino Superior weiter gestärkt werden, um die Passung zum Arbeitsmarkt zu verbessern.

Bewerberinnen und Bewerber ohne Zuteilung oder mit Änderungswunsch können in den nächsten Wochen an der zweiten Vergaberunde teilnehmen. Erfahrungsgemäß verschieben sich dabei noch Grenzwerte und es werden frei gewordene Plätze erneut vergeben. Für Hochschulen bleibt die Herausforderung, die Nachfrageentwicklung präzise zu antizipieren und Profile so zu schärfen, dass sowohl Exzellenz- als auch Breitenstudiengänge verlässlich geplant werden können.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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