Kurzmeldung
Offizielle Daten zum Zugang zum Hochschulstudium für 2026/2027 belegen, dass in Portugal mehrere Studiengänge mit Schwerpunkt Gerontologie nicht vollständig besetzt wurden. Die zentrale Aufstellung der Direção-Geral do Ensino Superior (DGES) weist für die Lizenzierung von Gerontologie an einzelnen Instituten jeweils anfängliche Kontingente aus, in mehreren Fällen gingen diese Plätze als „vagas sobrantes“ (unbesetzte Plätze) aus der ersten Zulassungsphase hervor. Die Escola Superior de Saúde de Bragança hatte für 2026/2027 20 Plätze für die Ausbildung in Gerontologie ausgeschrieben; diese Plätze wurden in der 1. Phase nicht belegt und tauchen in den offiziellen Listen als unbesetzt auf.
Der Befund ist nicht auf eine einzelne Hochschule beschränkt: regionale und nationale Meldungen sowie Ausschreibungslisten zeigen ähnliche Muster an weiteren Standorten mit gerontologischen Studienangeboten oder verwandten Curricula (etwa in Sozialgerontologie und therapeutischen Berufen). Vertreter von Einrichtungen und Verbänden weisen auf ein strukturelles Ungleichgewicht hin: Während der Bedarf an qualifizierten Fachkräften für die alternde Bevölkerung steigt, zeigen sich in der Nachfrage nach entsprechenden Erststudiengängen und in der Besetzung von Studienplätzen Lücken.
Als Hintergrund für die Problematik gelten demografische und arbeitsmarktbezogene Faktoren: Portugal verzeichnet eine alternde Bevölkerungsstruktur, und Berichte aus 2026 dokumentieren einen steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsangeboten für ältere Menschen. Gleichzeitig existieren Übergangsprobleme zwischen Ausbildungsangeboten, beruflicher Attraktivität und Informationslage für Studieninteressierte.
Konsequenzen betreffen Versorgungskapazitäten und die Qualifizierung von Personal in Gesundheits- und Sozialdiensten: Unbesetzte Studienplätze verschieben die Ausbildungspipeline und können den Mangel an spezialisierten Fachkräften in Pflege, Rehabilitation und Sozialarbeit mittelfristig verstärken.
Offizielle Stellen, Hochschulen und Fachverbände werden voraussichtlich Maßnahmen diskutieren müssen — von gezielter Studienwerbung über Anpassungen bei Zugangsvoraussetzungen bis zu Anreizen für Berufseinsteiger — um die Ausbildungszahlen an den Bedarf der alternden Bevölkerung anzugleichen. Der Sachverhalt basiert auf den DGES-Zulassungslisten für 2026/2027 und auf Berichterstattung regionaler Medien, die die Zahl unbesetzter Plätze ausweisen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).