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Portugal entsendet nach Überschwemmungen in Nepal vorerst keine Rettungsteams

Das Außenministerium bekundet Anteilnahme und konzentriert sich auf konsularische Betreuung. Eine Entsendung von Such- und Rettungskräften ist derzeit nicht geplant.

Portugal wird nach den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen im nepalesischen Distrikt Rasuwa vorerst keine Rettungsteams entsenden. Das bestätigten das Außenministerium in Lissabon und der öffentlich-rechtliche Sender RTP am Donnerstag. Das Ministério dos Negócios Estrangeiros sprach den Betroffenen seine Anteilnahme aus und erklärte, man verfolge die Lage fortlaufend über die diplomatischen Kanäle und in Abstimmung mit internationalen Partnern.

Nach Angaben von RTP und der Nachrichtenagentur Lusa steht für die portugiesischen Behörden derzeit die konsularische Betreuung im Vordergrund. Demnach werden Kontakte zu in Nepal anwesenden portugiesischen Staatsangehörigen gehalten, Reisehinweise aktualisiert und Erkundigungen zu möglichen Betroffenen eingeholt. Eine Entscheidung über die Entsendung spezialisierter Such- und Rettungskräfte sei an konkrete Hilfegesuche der nepalesischen Behörden oder an koordinierte multilaterale Mechanismen geknüpft.

Als Gründe für das Zuwarten nennen die Behörden die schwierige Zugänglichkeit der betroffenen Hochgebirgsregionen und die notwendige Gefahrenabwägung für eingesetztes Personal. Gleichzeitig verweisen sie auf die etablierten europäischen und internationalen Verfahren der Katastrophenhilfe. Dienste wie Copernicus können aktuelle Satellitenkarten zur Lagebeurteilung bereitstellen; eine mögliche Aktivierung erfolgt in der Regel auf Antrag des betroffenen Staates und in Abstimmung mit den Koordinierungsstellen.

Die Unwetter hatten nach heftigen Niederschlägen im Grenzgebiet zu Tibet binnen kurzer Zeit Sturzfluten und Hangrutschungen ausgelöst. Aus dem Distrikt Rasuwa wurden Tote und Vermisste gemeldet; die Zahl der Opfer ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. Lusa und RTP berichten von eingeschränkten Verbindungen in mehrere Täler, was die Suche und eine externe Hilfe zusätzlich erschwert.

Das Außenministerium bittet Reisende und in Nepal ansässige Portugiesen, sich über die verfügbaren konsularischen Kontakte zu melden, Erreichbarkeiten aktuell zu halten und den Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen. Portugal bekräftigte seine Bereitschaft, Unterstützung zu leisten, sobald dies von Nepal angefordert und sinnvoll koordiniert werden kann. Weitere Entscheidungen sollen nach Lagebild und in Abstimmung mit Partnern getroffen werden.

Mit der vorläufigen Nichtentsendung hält sich Portugal an das gängige Vorgehen in internationalen Katastrophenlagen: rasche Solidaritätsbekundung, Konsularschutz für eigene Staatsangehörige, Nutzung verfügbarer Lageinformationen und – sofern angefordert – Einbindung in strukturierte Hilfseinsätze.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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