In Portos Ausgehvierteln rund um die Galerias de Paris und die Rua Cândido dos Reis sind im August mehrere schwere Angriffe auf Touristen und private Sicherheitskräfte gemeldet worden. Die Polícia de Segurança Pública (PSP) ermittelt in mindestens drei Fällen, die nach übereinstimmenden Berichten als besonders gewalttätig eingestuft werden. Das staatliche Fernsehen RTP berichtet, dass Sicherheitsunternehmen bereits Schichten in der betroffenen Zone ablehnen.
Gewerkschaften aus dem Bereich der privaten Sicherheitsdienste sprechen von einem deutlichen Anstieg der Übergriffe und warnen vor einer „Verwundbarkeit“ ihres Personals in den Nachtzonen der Baixa do Porto. In einem Fall wurde ein Sicherheitsmitarbeiter mit einer Flasche oder einem Glas schwer verletzt; in einem weiteren, von Novum Canal beschriebenen Vorfall soll ein Mann nach einem Streit vor einer Bar zurückgekehrt und ein Sicherheitsmann angeschossen worden sein. Die PSP bestätigt laufende Ermittlungen durch die Divisão de Investigação Criminal, machte jedoch zunächst keine Angaben zu Festnahmen oder Tatverdächtigen.
Nach Angaben der Arbeitnehmervertreter führen die jüngsten Taten zu vermehrten Dienstabsagen in einzelnen Straßenzügen, weil Beschäftigte das Risiko für nicht mehr vertretbar halten. Die Gewerkschaften fordern, Angriffe auf Sicherheitskräfte klarer zu erfassen und strafrechtlich als öffentliches Verbrechen zu qualifizieren, sodass Ermittlungen unabhängig von Anzeigen der Betroffenen verpflichtend eingeleitet werden. Zudem verlangen sie mehr sichtbare Polizeipräsenz in den Schwerpunktbereichen rund um die Galerias de Paris.
Offizielle Stellungnahmen der städtischen Behörden beschränkten sich bislang auf den Verweis auf die Zuständigkeit der PSP. Aus der Câmara Municipal do Porto hieß es nach Medienberichten, man verfolge die Entwicklung und stehe mit den Sicherheitskräften im Austausch. Konkrete zusätzliche Maßnahmen über die laufenden Ermittlungen hinaus wurden vorerst nicht veröffentlicht.
Die Serie der Vorfälle dürfte kurzfristig das Sicherheitsgefühl von Anwohnern und Besuchern beeinträchtigen und den Betrieb von Bars, Clubs und Sicherheitsfirmen belasten. Ob es sich um eine vorübergehende Häufung oder eine strukturelle Verschlechterung der Lage handelt, lässt sich ohne belastbare Kriminalstatistiken nicht feststellen. Während RTP und weitere überregionale Medien von drei Fällen „extremer Gewalt“ in diesem Monat sprechen, bleiben Details zu Tätern, Tatwerkzeugen und möglichen Hintergründen bis zum Abschluss der Ermittlungen offen. Klar ist: Die Diskussion über Zuständigkeiten und Prävention im Nachtleben der Baixa do Porto gewinnt an Schärfe – mit Forderungen nach rascher Klärung durch die PSP und nach einer engeren Abstimmung zwischen Polizei, Sicherheitsunternehmen und der Stadtverwaltung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).