Porto

Porto: Papierkostüm-Umzug in der Foz do Douro erwartet Rekord mit 700 Mitwirkenden

An diesem Sonntag zieht der Cortejo dos Trajes de Papel durch die Foz do Douro in Porto. Organisatoren rechnen mit rund 700 Figuranten – so viele wie noch nie.

An diesem Sonntag kehrt der Cortejo dos Trajes de Papel de São Bartolomeu in die Foz do Douro in Porto zurück. Die Veranstalter rechnen mit rund 700 Figuranten in aufwendig gefertigten Papierkostümen – nach ihren Angaben die höchste Beteiligung bislang. Darauf verweisen die União das Freguesias de Aldoar, Foz do Douro e Nevogilde und Berichte von RTP und anderen lokalen Medien. Der Umzug endet traditionell mit dem sogenannten banho santo am Strand do Ourigo.

Der erwartete Rekord fällt in ein Jahr, in dem die Tradition zusätzlichen Rückenwind erhalten hat: Am 2. Juni 2026 wurde der Cortejo dos Trajes de Papel de São Bartolomeu in das Inventário Nacional do Património Cultural Imaterial aufgenommen. Die Eintragung im nationalen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes – verwaltet von Património Cultural, Instituto Público – bestätigt den kulturellen Wert des Brauchs und kann Beratungs- sowie Fördermöglichkeiten für seinen Erhalt eröffnen. Sie verpflichtet zugleich zu Maßnahmen für Dokumentation, Pflege und verantwortliche Durchführung.

Nach Angaben der Organisatoren entsteht ein Großteil der Kostüme in monatelanger ehrenamtlicher Arbeit von Ortsvereinen, Werkstätten und Familien. Medienberichte nennen für die diesjährige Ausgabe den Einsatz von zehntausenden Metern Papier. Die Figuranten stellen in Gruppen biblische, historische oder volkstümliche Motive dar, bevor viele von ihnen beim Schlussritual ins Meer gehen. Der religiös-folkloristische Charakter des Festes zu São Bartolomeu hat in den vergangenen Jahren zusätzliche Aufmerksamkeit von Gästen aus anderen Stadtteilen Portos und darüber hinaus auf sich gezogen.

Historisch ist der Festzyklus im Stadtteil Foz do Douro älter; der organisierte Umzug mit Papierkostümen hat sich jedoch vor allem seit der Mitte des 20. Jahrhunderts herausgebildet. In seiner heutigen Form verbindet er Gemeindeleben, lokale Handwerkskunst und eine sommerliche Prozession, die die Küstenlage des Stadtteils sichtbar einbezieht. Aus Sicht der Veranstalter soll die wachsende Resonanz helfen, das Wissen um Schnitttechniken, Faltarten und figürliche Gestaltung an jüngere Generationen weiterzugeben.

Die Angaben zur erwarteten Beteiligung stammen aus Mitteilungen der União das Freguesias de Aldoar, Foz do Douro e Nevogilde und aus Berichten von RTP und Renascença. Ob tatsächlich ein neuer Höchststand erreicht wird, dürfte sich am späten Sonntagnachmittag zeigen, wenn der Cortejo in der Foz do Douro seinen Höhepunkt erreicht und am Strand do Ourigo mit dem banho santo endet.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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