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Madeira darf Pflegekräfte für telefonische Manchester-Triage selbst ausbilden

Der Serviço Regional de Proteção Civil meldet fünf neue Instruktorenzertifikate für die Triagem Telefónica de Manchester. Damit kann Madeira Pflegepersonal künftig eigenständig schulen.

Der Serviço Regional de Proteção Civil der Região Autónoma da Madeira kann Pflegekräfte künftig eigenständig für die Triagem Telefónica de Manchester ausbilden. Nach Behördenangaben haben fünf Pflegekräfte erfolgreich den Instruktorenkurs abgeschlossen. Mit den Zertifikaten erhält die Region die nötige Ausbildungskapazität, um Schulungen und Auffrischungen vor Ort zu organisieren.

Die telefonische Manchester-Triage dient der standardisierten Ersteinschätzung von Dringlichkeiten und wird in Portugal schrittweise in Leitstellen sowie im Vorfeld klinischer Versorgung eingeführt. In Madeira soll die neue Qualifikation laut Proteção Civil vor allem die Einarbeitung beschleunigen und die Einsatzbereitschaft im Notfall- und Rettungsdienst stärken. Konkrete Zeitpläne für die umfassende Anwendung in regionalen Leitstellen und Einrichtungen wurden nicht genannt.

Die Einführung der Triagem Telefónica de Manchester erfolgt in Portugal im Rahmen nationaler Leitlinien und lokaler Implementierungspläne. Zuständig für zentrale Vorgaben ist die Direção-Geral da Saúde, während die praktische Umsetzung in der Notfallkette eine enge Abstimmung zwischen Leitstellen, Krankenhäusern und telemedizinischen Diensten verlangt. Dazu zählen insbesondere die Strukturen des INEM mit dem Centro de Orientação de Doentes Urgentes sowie der telefonische Beratungsdienst SNS 24. Die jetzt in Madeira abgeschlossenen Instruktorenzertifikate gelten als operativer Schritt, die dafür erforderliche Fachkompetenz regional verfügbar zu machen.

Die Ordem dos Enfermeiros unterstützt die Ausweitung standardisierter Triageverfahren, verweist aber regelmäßig auf klare Rollenbeschreibungen, Haftungsregeln und ausreichende Fortbildung. Aus regionalen Mitteilungen geht hervor, dass die Autonomie bei der Ausbildung eine kontinuierliche Qualifizierung erleichtern soll. Angaben zur künftigen Zahl der in der Telefontriage eingesetzten Pflegekräfte oder zu zusätzlichen Finanzmitteln wurden bislang nicht veröffentlicht.

Hintergrund ist eine breitere organisatorische Reform der Notfallversorgung in Portugal, bei der Pflegekräfte stärker in der strukturierten Ersteinschätzung eingesetzt werden. Evaluierungen sollen zeigen, ob sich Wartezeiten, Patientensicherheit und die Auslastung in der Akutversorgung durch die telefonische Triage verbessern. Für Madeira bedeutet die neue Ausbildungskapazität, dass Schulungen nicht mehr ausschließlich von externen Stellen abhängen und somit schneller an regionale Bedarfe angepasst werden können. Die Behörden kündigen an, die praktische Umsetzung eng zu begleiten und Ergebnisse transparent zu machen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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