Portugal hat am 22. August die Ergebnisse der 1. Phase des Concurso Nacional de Acesso ao Ensino Superior veröffentlicht. Der Studiengang Engenharia Aeroespacial an der Universidade do Porto verzeichnete dabei erneut die landesweit höchste Mindestnote: Der letzte aufgenommene Bewerber erreichte 19,5 Punkte auf der 0–20-Skala. Zugleich meldete das Governo de Portugal 49.991 in der 1. Phase platzierte Studienanfängerinnen und -anfänger – den höchsten Stand seit 1997.
Die erneute Spitzenposition des Programms an der Universidade do Porto bestätigt den Trend der Vorjahre. 2025 lag die Mindestnote für Engenharia Aeroespacial bei 19,43 Punkten. Dass der Schwellenwert 2026 nochmals anstieg, unterstreicht die anhaltend starke Nachfrage nach dem Fach, das in Portugal nur an wenigen Standorten angeboten wird.
Im portugiesischen Zulassungssystem bestimmt die sogenannte Mindestnote – die Abschlussnote des zuletzt aufgenommenen Kandidaten in einem Studiengang – die Zugangsschwelle in der jeweiligen Bewerbungsphase. Diese Note ergibt sich aus den im Wettbewerb gewichteten Sekundarschulabschlüssen und nationalen Prüfungen. Für stark nachgefragte Fächer kann die Hürde deshalb sehr hoch liegen.
Nach Regierungsangaben stieg die Zahl der in der 1. Phase Platzierten gegenüber 2025 um 14 Prozent. Neben der hohen Bewerbungsnachfrage trug dazu auch die Ausweitung der Studienplätze an öffentlichen Hochschulen bei. Die Direção-Geral do Ensino Superior veröffentlichte parallel die kursbezogenen Grenzwerte und Platzierungen, die als Referenz für Um- und Nachrückverfahren in den weiteren Phasen des Wettbewerbs dienen.
Die Einstufung von Engenharia Aeroespacial an der Spitze wird von mehreren unabhängigen Medienberichten bestätigt. RTP und Renascença verweisen übereinstimmend auf die 19,5 Punkte in Porto und ordnen das Ergebnis in die allgemeinen Trends des Hochschulzugangs ein. Offizielle Datensätze und Übersichten der Direção-Geral do Ensino Superior liefern die detaillierten Grenznoten je Studiengang und Standort.
Für die Hochschulen ist die Kombination aus hoher Nachfrage und gestiegenen Platzzahlen ein zweischneidiges Signal: Während besonders profilierte Programme wie Engenharia Aeroespacial am Standort Porto ihre Attraktivität weiter ausbauen, verschärft sich zugleich der Wettbewerb um Spitzenkandidaten in anderen Fächern. Die weiteren Bewerbungsphasen werden zeigen, ob sich die Rekordwerte der 1. Phase in eine gleichmäßigere Verteilung der Nachfrage über das gesamte Angebot übertragen lassen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).