Am 23. August 2026 haben in Lissabon mehrere Hundert bis nahezu tausend Menschen, überwiegend aus der ukrainischen Gemeinschaft in Portugal, mit einem Solidaritätsmarsch den 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine markiert. Der Zug setzte sich nach Angaben lokaler Medien im Parque Eduardo VII in Bewegung und erreichte die Innenstadt bei der Praça do Comércio. Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen ukrainische Fahnen und erinnerten mit Sprechchören an das andauernde Kriegsgeschehen in der Ukraine. Es wurden keine Zwischenfälle bekannt.
Die gemeldeten Teilnehmerzahlen variieren: RTP sprach von „nahezu tausend“ Menschen, Renascença berichtete von „Hunderten“, während der Diário de Notícias die Größe der Versammlung mit „etwa einem halben Tausend“ umschrieb. Eine offizielle Zählung durch die Stadtverwaltung lag zunächst nicht vor. Übereinstimmend wurde der friedliche Verlauf hervorgehoben.
Federführend organisiert wurde die Kundgebung von der Associação dos Ucranianos em Portugal. Deren Vorsitzender Pavlo Sadokha wurde von RTP, Renascença und Diário de Notícias mit dem Appell zitiert, die internationale Unterstützung für die Ukraine nicht nachzulassen. Er warnte demnach vor einem „schwierigen Winter“ und rief zu fortgesetzter humanitärer Hilfe sowie politischer Aufmerksamkeit auf. Die Veranstalter betonten, die Aktion diene gleichermaßen der Feier des Unabhängigkeitstags und der Mahnung, die Folgen des Krieges für die Zivilbevölkerung nicht aus dem Blick zu verlieren.
Der Unabhängigkeitstag der Ukraine wird am 24. August begangen und erinnert an die Erklärung der staatlichen Unabhängigkeit im Jahr 1991. Seit der groß angelegten russischen Invasion im Februar 2022 haben sich Gedenk- und Solidaritätsaktionen der ukrainischen Diaspora weltweit und auch in Portugal verdichtet. In Lissabon kam es in den vergangenen Jahren regelmäßig zu Märschen und Kundgebungen, die sowohl kulturelle Sichtbarkeit als auch Hilfsinitiativen für Geflüchtete und Betroffene in der Ukraine verbanden.
Die Demonstration in Lissabon unterstreicht die anhaltende Mobilisierung der ukrainischen Diaspora in Portugal und deren Vernetzung mit der Zivilgesellschaft. Politisch zielen die Signale auf die Fortsetzung humanitärer Unterstützung und auf die Stabilität internationaler Hilfeprogramme. Ob und in welchem Umfang die jüngsten Appelle der Organisatoren zusätzliche Maßnahmen in Portugal oder auf europäischer Ebene nach sich ziehen, bleibt offen; die Forderungen und Warnungen stammen von den zitierten Akteuren und Medienberichten, während konkrete politische Zusagen zum Zeitpunkt der Demonstration nicht bekannt wurden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).