Madeira

Juntos Pelo Povo verlangt Anhörungen zum Fährgutachten Madeira–Festland

Die Partei Juntos Pelo Povo hat am 28. August 2026 in der Assembleia da República Anhörungen zum staatlichen Wirtschaftlichkeitsgutachten über eine regelmäßige Fährverbindung zwischen Madeira und dem Festland beantragt.

Juntos Pelo Povo hat am 28. August 2026 in der Assembleia da República die Einberufung mehrerer Anhörungen zum staatlich beauftragten Estudo Económico‑Financeiro über eine regelmäßige Fährverbindung zwischen der Região Autónoma da Madeira und dem Festland beantragt. Nach Parteimitteilung und übereinstimmenden regionalen Medienberichten fordert der Vorstoß die vollständige Übermittlung der Studienunterlagen an das Parlament sowie die öffentliche Erläuterung der Ergebnisse durch die Verantwortlichen.

Konkret soll die TIS – Transportes, Inovação e Sistemas als Auftragnehmerin des Gutachtens im Parlament Rede und Antwort stehen. Ebenfalls beantragt wird die Anhörung des für Infrastruktur zuständigen Regierungsmitglieds. Als betroffene Marktakteure nennt Juntos Pelo Povo die Reedereien Grupo ETE, Grimaldi, Baleària und FRS Portugal sowie große Logistik‑ und Handelsunternehmen wie Luís Simões, Sonae MC und Jerónimo Martins. Der Governo Regional da Madeira soll als regionale Instanz über Bedarfe, Anbindungen und bisherige Maßnahmen berichten. Die Antragsbegründung verweist auf Transparenz‑ und Kontrollpflichten gegenüber einer möglichen öffentlichen Unterstützung einer Ro‑Pax‑Linie.

Hintergrund ist ein vom Staat beauftragtes Wirtschaftlichkeitsgutachten zur Machbarkeit einer ganzjährigen Fährverbindung für Passagiere und rollende Fracht zwischen Madeira und dem portugiesischen Festland. Laut Juntos Pelo Povo ist das Dokument bislang nicht ausreichend erklärt oder allgemein zugänglich, weshalb eine parlamentarische Klärung der Annahmen, Kostenstrukturen, erwarteten Passagier‑ und Fahrzeugzahlen sowie denkbarer Finanzierungsmodelle geboten sei. Die Partei knüpft damit an frühere Initiativen an, in denen sie eine feste Seeverbindung als Ergänzung zum Luftverkehr und als entlastende Option für den Gütertransport eingefordert hatte.

Für den weiteren Fahrplan sind die Entscheidungen der zuständigen Parlamentsausschüsse maßgeblich. Bestätigen diese die beantragten Anhörungen, dürfte sich abzeichnen, ob die Regierung auf Basis der Studie Schritte wie die Veröffentlichung der vollständigen Unterlagen, die Präzisierung von Förderkriterien oder gegebenenfalls die Vorbereitung eines Ausschreibungsverfahrens erwägt. Unverändert bleibt, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Verfügbarkeit geeigneter Schiffe zentrale Faktoren sind. Zur Einordnung verweisen Befürworter zudem auf die frühere, zeitlich befristete Verbindung durch den Grupo Sousa in den Jahren 2018 und 2019, die zeigte, dass Nachfrage vorhanden ist, aber stabile Rahmenbedingungen notwendig sind.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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