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GPIAAF verschiebt Abschlussbericht zum Unfall des Elevador da Glória auf Ende des ersten Quartals 2027

Wegen aufwendiger technischer Gutachten wird der Abschlussbericht der Unfalluntersuchungsbehörde GPIAAF zum Unglück der Standseilbahn Elevador da Glória in Lissabon nicht im September vorliegen. Die Veröffentlichung ist nun bis Ende des ersten Quartals 2027 vorgesehen.

Die portugiesische Unfalluntersuchungsbehörde GPIAAF hat angekündigt, den Abschlussbericht zum Unglück der Standseilbahn Elevador da Glória in Lissabon erst bis Ende des ersten Quartals 2027 zu veröffentlichen. Der ursprünglich für September geplante Termin lasse sich wegen der Komplexität und des Umfangs der technischen Untersuchungen nicht halten.

Das Unglück ereignete sich am 3. September 2025 und forderte 16 Todesopfer; zudem gab es zahlreiche Verletzte. Bereits am 20. Oktober 2025 legte die Behörde einen vorläufigen Bericht vor. Seitdem wurde der Untersuchungsrahmen erweitert. Nach Angaben des Gabinete de Prevenção e Investigação de Acidentes com Aeronaves e de Acidentes Ferroviários umfasst die laufende Begutachtung insbesondere die Eigenschaften des Zugseils und seiner Befestigung, die Bremsen samt dynamischer Modellierung des Gesamtsystems sowie die Haftung der Bremssysteme an den Schienen. Teile der Analysen sind zerstörend und nicht wiederholbar; erschwert werden sie laut GPIAAF durch die begrenzte technische Dokumentation dieser spezifischen Anlage.

Die Arbeiten finden in Abstimmung mit dem Verfahren des Ministério Público statt, um Überschneidungen zu vermeiden und Ressourcen zu bündeln. Nach derzeitiger Planung der Behörde sollen die noch ausstehenden Tests bis Ende November abgeschlossen werden. Anschließend folgen Auswertung und Berichtsabfassung; daraus ergibt sich der jetzt genannte Zeithorizont für die Veröffentlichung bis Ende des ersten Quartals 2027.

Der städtische Verkehrsbetreiber Carris kooperiert nach Behördenangaben und stellt technische sowie logistische Unterstützung bereit. Weil der Elevador da Glória und der Elevador do Lavra baugleich sind, dient die intakte Schwesteranlage als funktionales Referenzmodell für Vergleichsversuche. Die besondere Konstruktion der Lissabonner Standseilbahnen erfordert demnach spezifische Prüfaufbauten.

Im vorläufigen Bericht hatte die GPIAAF Mängel in Wartung und Aufsicht sowie unklare Verantwortlichkeiten aufgeführt. Die Stadt Lissabon und Oppositionsfraktionen verlangten daraufhin eine umfassende Aufklärung der Ursachen und Abläufe. Parallel teilte die Staatsanwaltschaft mit, umfangreiche Dokumente und Daten gesichert zu haben. Schlussfolgerungen zur technischen oder organisatorischen Hauptursache bleiben dem finalen Bericht vorbehalten; die nun mitgeteilte Terminverschiebung begründet die Behörde ausschließlich mit dem Fortgang der komplexen Sachverständigenarbeiten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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