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Fregattenkauf sorgt für Preisdiskussion: Regierung verteidigt 3,9‑Milliarden‑Vertrag mit Italien

Eine Analyse von Euronews befeuert die Debatte über den Preis der drei FREMM‑EVO‑Fregatten: Portugal soll demnach deutlich mehr zahlen als Italien. Lissabon verweist auf den erweiterten Leistungsumfang und bestätigt den Gesamtwert von rund 3,9…

Neuer Streitpunkt im portugiesischen Fregattenprogramm: Nach einem Bericht von Euronews, wonach Portugal pro FREMM‑EVO‑Fregatte rund ein Drittel mehr zahlt als Italien, verteidigt die Regierung den im Juli geschlossenen Vertrag mit Rom. Sie verweist auf den Gesamtumfang von etwa 3,9 Milliarden Euro einschließlich Beschaffung, logistischer Nachhaltung und weiterer Leistungen. Da zentrale Vertragsbestandteile nicht öffentlich sind, lassen sich direkte Stückpreisvergleiche derzeit nicht eindeutig belegen.

Unstrittig ist der Kern des Vorhabens: Am 20. Juli 2026 unterzeichneten Portugal und Italien in Rom ein zwischenstaatliches Abkommen über drei FREMM‑EVO‑Fregatten für die Marinha Portuguesa. Offizielle Verlautbarungen des Governo de Portugal, des Ministério da Defesa Nacional und der Marinha bestätigen Gegenstand, Budgetrahmen und den Finanzierungsbezug zum europäischen SAFE‑Instrument. Die Schiffe, die von Fincantieri gebaut werden sollen, sind nach Regierungsangaben ab 2029 zur Auslieferung vorgesehen.

Die nun aufgeflammte Preisdiskussion stützt sich auf Medienvergleiche mit italienischen Aufträgen. Je nach Quelle schwankt die Differenz: Neben Euronews nennen andere Fachportale teils niedrigere oder anders begründete Abweichungen. Fachmedien wie Janes und Naval News verweisen darauf, dass nationale Varianten, in den Verträgen gebündelte Lebenszyklus‑Leistungen, Ausbildung, Bewaffnung, Ersatzteile sowie industrielle Beteiligungen die Kostenbasis erheblich verändern können. Da die öffentliche Dokumentation keine vollständige Aufschlüsselung nach Plattform, Ausrüstung und Support enthält, bleiben Prozentangaben zu vermeintlichen „Aufschlägen“ methodisch unsicher.

Politisch steht die Regierung unter Druck, mehr Transparenz zu schaffen. Oppositionsparteien fordern eine genaue parlamentarische Prüfung des Vertrags und seiner Kostenstruktur. Das Ministério da Defesa Nacional betont seinerseits die strategische Bedeutung der Fregatten für Überwachungs‑ und Schutzaufgaben im ausgedehnten Seegebiet Portugals sowie die Einbindung in NATO‑ und EU‑Verpflichtungen. Zudem werden mögliche wirtschaftliche Rückflüsse durch Beteiligungen heimischer Zulieferer und Wartungsleistungen hervorgehoben.

Nächste Schritte im Programm betreffen die vertragliche Ausarbeitung technischer Spezifikationen, die Planung der logistischen Nachhaltung und die Präzisierung der industriellen Kooperation. Auf Regierungsebene bleibt es bei der Linie, dass der verhandelte Leistungsumfang den Preis erkläre; belastbare, vollständig vergleichbare Kostenkennziffern zwischen Portugal und Italien liegen öffentlich weiterhin nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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