Die Feira de São Mateus in Viseu richtet ihre Ausgabe 2026 verstärkt auf die portugiesische Diáspora aus. Die Stadt will ehemalige Einwohnerinnen und Einwohner sowie deren Nachkommen im Ausland gezielt ansprechen. Organisiert wird die Messe von Viseu Marca im Auftrag der Câmara Municipal de Viseu. Der Jahrmarkt findet wie üblich im Campo de Viriato statt und läuft von Anfang August bis Anfang September.
Die Projektleitung benennt als Leitmotive die Verbindung von Tradition und Innovation sowie eine internationale Ansprache. Die Programmvorstellung erfolgte Ende Juni; nach einem Bericht des Diário de Viseu bezeichnete die Stadtspitze die Feira als „jóia da coroa“ der kommunalen Festkultur. Zugleich betont die Führung der Stadt Viseu die wirtschaftliche Bedeutung des Ereignisses für den Distrikt Viseu.
Für 2026 sind organisatorische Änderungen angekündigt. Dazu zählt die neue Praça da Alimentação als zentrales Gastronomieareal sowie eine explizite Nachhaltigkeitsstrategie. Laut RTP umfasst das Konzept eine breitere Programmstruktur für unterschiedliche Zielgruppen. Die Stadtverwaltung bereitet zudem Verkehrs- und Parkregelungen während Auf- und Abbau sowie im Veranstaltungszeitraum vor; in Teilen der Stadt gelten bereits seit Anfang Juli temporäre Einschränkungen, um den Besucherfluss und die Sicherheit auf dem Gelände zu steuern.
Die geplante Diaspora-Ansprache stützt sich nach Angaben der Organisatoren auf Kommunikationskampagnen im Ausland, Programmpunkte mit traditioneller Küche und ethnografischen Darbietungen sowie auf Informationen für aus dem Ausland anreisende Besucherinnen und Besucher. Ziel ist es, die emotionale Bindung an Viseu zu stärken und zugleich zusätzliche Nachfrage im Tourismus und bei lokalen Anbietern zu erzeugen.
Zahlen zu erwarteten Besucherströmen und ökonomischen Effekten werden bislang zurückhaltend kommuniziert. Konkrete Prognosen oder unabhängige Wirkungsanalysen zur Ausgabe 2026 liegen derzeit nicht vor. Auskünfte zur erhofften Resonanz in der Diáspora beruhen auf strategischen Zielsetzungen und bisher bekannten Marketingmaßnahmen.
Fakten, Zuschreibungen und Prognosen lassen sich klar trennen: Fest stehen Ort, Zeitraum, Zuständigkeiten und die angekündigten organisatorischen Elemente wie die Praça da Alimentação und die Nachhaltigkeitsstrategie. Der Wille zur stärkeren Diaspora-Bindung ist eine von Viseu Marca und der Câmara Municipal de Viseu benannte Zielsetzung. Aussagen über die wirtschaftliche Wirkung oder über eine messbare Verbindung zur Diáspora sind derzeit als Absichtserklärungen und Erwartungen einzuordnen, für die belastbare Daten noch nicht vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).