Santarém

Fátima: Núncio ruft bei Procissão das Velas zur Aufnahme von Ausländern auf

Bei der nächtlichen Procissão das Velas in Fátima appellierte der Núncio Apostólico in Portugal an die Gläubigen, niemanden wegen seiner Herkunft abzuweisen. Nach Angaben des Santuário de Fátima und von RTP nahmen rund 25.000…

In der Nacht zum 13. August 2026 hat der Núncio Apostólico in Portugal während der Procissão das Velas im Santuário de Fátima zu Offenheit gegenüber Ausländern aufgerufen. Niemand habe das Recht, Menschen aufgrund ihrer Herkunft zurückzuweisen, sagte der Vertreter des Heiligen Stuhls. An den Feierlichkeiten der Peregrinação de Agosto beteiligten sich nach Angaben des Santuário und des öffentlich-rechtlichen Senders RTP rund 25.000 Pilgerinnen und Pilger. Fátima liegt im Kreis Ourém im Distrikt Santarém.

Der Nuntius, der als diplomatischer Vertreter des Heiligen Stuhls in Portugal die Beziehungen zwischen Vatikan und Ortskirche pflegt, sprach vor dem Altar im Recinto de Oração. Die Peregrinação de Agosto ist traditionell auch ein Rahmen für die Peregrinação do Migrante e do Refugiado, bei der Fragen von Migration, Schutz und Integration thematisiert werden. Caritative Akteure wie die Obra Católica Portuguesa de Migrações sind regelmäßig eingebunden. Die Präsenz des Nuntius bei den Augustfeierlichkeiten wird von der Agência ECCLESIA dokumentiert.

Die Aussage ist ein kirchlicher Appell ohne unmittelbare Rechtswirkung. Zuständigkeiten für Einreise, Asyl und Aufenthalt liegen in Portugal bei Regierung, Innenressort, Fachbehörden und Gerichten. Gleichwohl hat das Wort eines Nuntius politisches und gesellschaftliches Gewicht. In Portugal finden kirchliche Positionierungen erfahrungsgemäß Resonanz in Gemeinden, Verbänden und wohlfahrtsstaatlichen Strukturen. Ob der Hinweis auf Menschenwürde und Aufnahmebereitschaft konkrete Maßnahmen beeinflusst, ist offen; er dürfte die laufende Debatte über Migration und Integration in Portugal und in der EU jedoch verstärken.

Die Faktenlage ist klar voneinander getrennt: Belegt sind Ort, Anlass und ungefähre Teilnehmerzahl der Procissão das Velas sowie die Präsenz und der Appell des Nuntius; diese Informationen werden vom Santuário, von RTP und von der Agência ECCLESIA übereinstimmend wiedergegeben. Zugeschrieben ist dem Nuntius die Aussage, niemand habe das Recht, Ausländer zurückzuweisen. Als mögliche Wirkung lässt sich ein Impuls für zivilgesellschaftliche Initiativen und für die öffentliche Diskussion beschreiben; unmittelbare politische Folgen sind derzeit nicht erkennbar.

Damit reiht sich der Auftritt in Fátima in eine Serie kirchlicher Interventionen ein, die in Portugal regelmäßig an großen Wallfahrtstagen erfolgen. Die August-Pilgerfahrt bleibt ein zentraler Ort religiöser Praxis und gesellschaftlicher Selbstverständigung – auch dort, wo sie auf migrations- und sozialpolitische Fragen trifft.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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