Nach einem nächtlichen Großbrand in einem Wohn- und Geschäftshaus in Thusis im Kanton Graubünden gelten fünf Menschen als vermisst. Die Schweizer Behörden machten bis Freitagmittag keine Angaben zu den Nationalitäten der Betroffenen. Hinweise, wonach eine der vermissten Personen portugiesische Staatsangehörige sei, ließen sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht amtlich bestätigen.
Nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden brannte ein Gebäude mit einem Restaurant im Erdgeschoss vollständig aus. Das Haus wurde schwer beschädigt; Such- und Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen Einsturzgefahr und anhaltender Rauchentwicklung schwierig. Ermittlungen zur Brandursache wurden eingeleitet. In der Schweiz liegt die operative Zuständigkeit bei der jeweiligen Kantonspolizei; sie koordiniert in solchen Lagen die Arbeit von Feuerwehr und Rettungsdiensten und informiert fortlaufend über gesicherte Erkenntnisse.
Zur Zahl der Verletzten meldeten verschiedene Medien abweichende Werte. Radiotelevisiun Svizra Rumantscha und der regionale Titel Bote.ch bestätigten die fünf Vermissten und berichteten von zahlreichen Verletzten, ohne Nationalitäten zu nennen. Auch internationale Agenturen wie Anadolu Agency bezogen sich auf die kantonalen Informationen; je nach Bericht schwankt die Zahl der Verletzten zwischen acht und 19. Solche Differenzen sind in der frühen Phase nach Unglücken nicht ungewöhnlich, weil Zählweisen variieren können und Betroffene teils erst später medizinisch erfasst werden. Unabhängig davon blieb der Kern der Behördenangaben unverändert: Fünf Personen wurden nach dem Feuer nicht erreicht.
Der portugiesische öffentlich‑rechtliche Sender RTP verbreitete zunächst die Behauptung, unter den Vermissten sei eine Person portugiesischer Nationalität. Dafür lag bis Redaktionsschluss keine Bestätigung der zuständigen Stellen vor. Weder die Kantonspolizei Graubünden noch das portugiesische Außenministerium (Ministério dos Negócios Estrangeiros, MNE) nannten in ihren bis dahin verfügbaren Mitteilungen konkrete Nationalitäten. Üblicherweise werden solche Angaben erst nach Identifizierung der Opfer und Benachrichtigung der Angehörigen veröffentlicht, um den Opferschutz zu gewährleisten.
In der Schweiz lebt eine große portugiesische Gemeinschaft; bei schweren Unglücksfällen richten Medien und Angehörige regelmäßig Anfragen an das MNE. Für den aktuellen Vorfall gilt deshalb besonders: Maßgeblich bleiben die bestätigten Fakten der Schweizer Behörden – der Brand, die schwere Zerstörung des Gebäudes und fünf Vermisste. Nationalitäten der Betroffenen sind derzeit nicht belegt; die Identifizierungsarbeiten sowie die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden dauern an.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).