Im Nordosten Portugals haben am späten Dienstagabend fast 500 Einsatzkräfte eine aktive, schwer zugängliche Brandfront zwischen Torre de Moncorvo und Carrazeda de Ansiães bekämpft. Nach Angaben der Autoridade Nacional de Emergência e Proteção Civil (ANEPC) waren gegen 23.10 Uhr am 18. August 491 Einsatzkräfte mit 160 Fahrzeugen im Einsatz. Die Einsatzleitung priorisierte den Schutz von Ortschaften und kritischer Infrastruktur.
Der Waldbrand war am Samstag, 15. August, bei Torre de Moncorvo ausgebrochen und hatte sich in den folgenden Tagen auf Gebiete der Nachbargemeinde Carrazeda de Ansiães ausgedehnt. Die Lage wurde als dynamisch geschildert: Eine Winddrehung habe die Flammenfront wiederbelebt, während steiles und schwer zugängliches Gelände die Arbeit der Löschtrupps erschwere, sagte Luís Araújo, zweiter Kommandant des Comando Regional do Norte der ANEPC, laut der Nachrichtenagentur Lusa.
Besondere Sorge galt nach Behördenangaben dem Bereich um Seixo de Ansiães. Die Guarda Nacional Republicana (GNR) sperrte mehrere Gemeindestraßen, unter anderem Verbindungen zwischen Besteiros, Seixo de Ansiães und Coleja, um den Einsatzkräften Bewegungsraum zu verschaffen und die Bevölkerung aus gefährdeten Abschnitten fernzuhalten. Konkrete und flächendeckende Evakuierungsanordnungen wurden bis zum späten Dienstagabend nicht gemeldet. Major Hernâni Martins, Sprecher des GNR-Kommandos in Bragança, verwies auf fortlaufende Lagebewertungen und lokale Warnhinweise an Anwohner.
Die ANEPC führte die Kräftebündelung auf die Kombination aus aktiver Brandlinie, Wind und Topografie zurück. In den betroffenen Gemeinden unterstützen kommunale Feuerwehren und die GNR die landesweiten Strukturen der Schutzbehörde. Vorrangiges Ziel blieb es, Ortschaften und Infrastruktur abzuschirmen und weitere Ausbreitungen zu verhindern, bis günstigere Bedingungen ein direktes Angreifen der Flammen erlauben.
Die Region Bragança ist in den Sommermonaten regelmäßig erhöhtem Waldbrandrisiko ausgesetzt. Nach den jüngsten Lageangaben blieb die Front in den Nachtstunden aktiv, während Sperrungen und Sicherungsmaßnahmen aufrechterhalten wurden. Aktualisierte Zahlen und Maßnahmen veröffentlicht die Autoridade Nacional de Emergência e Proteção Civil fortlaufend; einsatzrelevante Hinweise an die Bevölkerung werden über die Gemeindeverwaltungen und die GNR in Bragança verbreitet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).