Azoren

Azoren erwarten nach Bevölkerungsupdate rund 53 Millionen Euro weniger Einnahmen, sagt Finanzminister Duarte Freitas

Die Regionalregierung der Azoren warnt, dass die Aktualisierung der Wohnbevölkerungszahlen zu Mindereinnahmen in Höhe von insgesamt etwa 53 Millionen Euro führen könne; die Angaben beruhen auf Aussagen des Regionalsekretärs Duarte Freitas in der Assembleia…

Kurzmeldung

Die Regierung der Região Autónoma dos Açores stellte am 2. September in der Assembleia Legislativa da Região Autónoma dos Açores eine vorläufige Schätzung vor, wonach die Region infolge der jüngsten Aktualisierung der Wohnbevölkerungszahlen Einnahmenverluste von insgesamt etwa 53 Millionen Euro zu erwarten habe. Das teilte der Regionalsekretär für Finanzen, Planung und öffentliche Verwaltung, Duarte Freitas, in einer Sitzung der Wirtschaftskommission mit. Er führte die Wirkung auf spezifische Verteilungsmechanismen als Begründung an.

Freitas erklärte, die veränderte Bevölkerungszahl beeinflusse zum Beispiel den pro-Kopf-Anteil am Mehrwertsteueraufkommen sowie die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf, was nach geltender Rechtslage zu geringeren staatlichen Transferzahlungen an die autonomen Regionen führen könne. Konkret nannte er eine direkte Verringerung beim Anteil am Mehrwertsteueraufkommen von rund 20 Millionen Euro und eine zusätzliche indirekte Wirkung auf Transfers in Höhe von etwa 33 Millionen Euro für die Jahre 2027 und danach; beide Beträge wurden in der Debatte als Schätzung des Finanzressorts dargestellt.

Als statistische Grundlage für die Neubewertung der Einwohnerzahl nennt die Regionalregierung die Schätzungen des Serviço Regional de Estatística dos Açores. Die Region betont, dass die Übertragung der SREA-Daten in die rechtlich verbindlichen Zuweisungsformeln noch verwaltungsintern geprüft werde; endgültige, rechtsverbindliche Beträge zum Finanzausgleich liegen demnach noch nicht vor.

Die Regierung kündigte zugleich an, den regionalen Haushalt so zu gestalten, dass Prioritäten wie die Gesundheitsversorgung gewahrt bleiben; vorgesehen sei eine Aufstockung der Gesundheitsmittel trotz der möglichen Einnahmereduktion. Ob und in welcher Höhe die prognostizierten Mindereinnahmen tatsächlich eintreten, hängt abschließend von der formalen Anwendung der Zuweisungsformeln, gegebenenfalls von Korrekturen und den parlamentarischen Beratungen ab. Solche demografisch induzierten Anpassungen illustrieren die Anfälligkeit regionaler Haushalte gegenüber revisionsbedingten Bevölkerungsänderungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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