Gesellschaft

Außenministerium und Gewerkschaften einigen sich auf neues Regime für Portugiesischunterricht im Ausland

Das Außenministerium meldet eine Einigung mit Gewerkschaften auf ein neues Regime für den Portugiesischunterricht im Ausland: aktualisierte Tabellen und kumulierte Gehaltssteigerungen bis 2029, insgesamt rund 8,6 Millionen Euro Mehrkosten.

Portugals Außenministerium hat am 28. September 2026 eine Einigung mit den Vertretungen der Lehrkräfte über das neue Regime do Ensino de Português no Estrangeiro bekannt gegeben. Laut der über Lusa verbreiteten Mitteilung und übereinstimmenden Berichten, unter anderem im Observador und im Diário de Notícias, umfasst das Abkommen die Überarbeitung seit 2009 unveränderter Vergütungstabellen sowie in der Mehrzahl der Fälle kumulierte Gehaltserhöhungen von etwa 20 Prozent für den Zeitraum 2027 bis 2029. Der zusätzliche Finanzbedarf wird inklusive Sozialabgaben mit rund 8,6 Millionen Euro veranschlagt.

Neben der Entgeltstruktur regelten die Verhandlungen dienstrechtliche Fragen wie Dienstabordnungen sowie Rückkehr- und Anrechnungsmodalitäten für im Ausland eingesetzte Lehrkräfte. Das Ministério dos Negócios Estrangeiros erklärte, Ziel sei es, den Ensino Português no Estrangeiro zu stabilisieren und die Betreuung der portugiesischen Gemeinschaften zu stärken. Die genaue Ausgestaltung der neuen Tabellen und die Anwendung in Ländern mit stark unterschiedlichen Lebenshaltungskosten sollen in den kommenden Wochen präzisiert werden.

Gewerkschaften bewerteten die Einigung als wichtigen, wenn auch nicht abschließenden Schritt. Die Federação Nacional da Educação sprach von einer Etappe in Richtung Aufwertung der Tätigkeit und kündigte an, die Umsetzung der zugesagten Maßnahmen kritisch zu begleiten. Zugleich verwiesen Vertreter von Lehrkräften darauf, dass strukturelle Fragen – etwa die Angleichung an lokale Kostenprofile und transparente Kriterien für Abordnungen – weiter Klärung erfordern.

Der Verständigung war ein seit Monaten geführter Verhandlungsprozess vorausgegangen, mit wiederholten Treffen in Lissabon und in Formaten zusammen mit Camões — Instituto da Cooperação e da Língua. Als Rechtsrahmen dient das in der Diário da República veröffentlichte Dekret-Recht, das den speziellen Status des Portugiesischunterrichts im Ausland regelt und dessen untergesetzliche Bestimmungen nun angepasst werden sollen. Die Regierung skizzierte die Reform bereits in früheren Beschlüssen zum neuen Schuljahr 2026/2027 und verknüpfte sie mit einer breiteren Personal- und Qualitätsagenda für Auslandsnetzwerke.

Die nächsten Schritte umfassen die redaktionelle Finalisierung des Regimes, die formale Billigung durch die betroffenen Ressorts und die Veröffentlichung der neuen Tabellen. Das Außenministerium rechnet mit einer gestaffelten Umsetzung ab 2027. Gewerkschaften behielten sich vor, bei Verzögerungen oder Abweichungen weitere Verhandlungen zu verlangen.

Die Bedeutung der Einigung liegt in der planbaren Finanzierung und der Aussicht auf mehr personelle Stabilität in den Netzwerken von Konsulaten, Schulen und Kulturzentren, die weltweit portugiesischsprachige Bildung anbieten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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