Der Apostolische Nuntius in Portugal, Erzbischof Andrés Carrascosa Coso, hat öffentlich die Unvereinbarkeit von christlichem Glauben und Fremdenfeindlichkeit betont. In von RTP wiedergegebenen Äußerungen erklärte er, ein Christ habe kein Recht, fremdenfeindlich zu sein; mit dem Glauben und dem Evangelium gebe es dafür keine Legitimation. Dies gelte, so der vatikanische Diplomat, ebenso für die portugiesische Gesellschaft, deren eigene Geschichte der Auswanderung zur Offenheit mahne.
Wörtlich sagte Carrascosa laut RTP sinngemäß, ein Christ habe „kein Recht, fremdenfeindlich zu sein“; mit Glaube und Evangelium gebe es „kein Recht“ dazu. Die historische Erfahrung Portugals, über Generationen selbst ein Auswanderungsland gewesen zu sein, begründe eine besondere Sensibilität im Umgang mit Zuwanderern. Die Aussagen richten sich nicht an eine einzelne politische Kraft, sondern verknüpfen kirchliche Lehre mit einer allgemeinen gesellschaftlichen Erwartung an Respekt und Zurückhaltung in der öffentlichen Debatte.
Der Apostolische Nuntius vertritt den Heiligen Stuhl gegenüber dem portugiesischen Staat und der Ortskirche. Die Nuntiatur in Lissabon dient als diplomatischer Kanal und als Bindeglied zur Bischofskonferenz. In dieser Funktion setzt Carrascosa mit seiner Wortmeldung ein kirchliches Orientierungszeichen in einer Phase intensiver Diskussionen über Migration, Integration und soziale Spannungen.
Die Kernaussagen wurden von RTP dokumentiert und in weiteren Medien aufgenommen. Berichte von Renascença greifen ähnliche Akzente des Nuntius auf; Meldungen von Agência ECCLESIA ordnen seine jüngsten Wortmeldungen in einen breiteren kirchlichen Kontext ein. Auf Agenturebene wurde der thematische Rahmen zudem von Lusa verbreitet. Ein vollständiges Transkript der Äußerungen liegt nicht vor; die übereinstimmende Wiedergabe zentraler Passagen durch mehrere Redaktionen stützt jedoch den Nachrichtenkern.
Folgen und Einordnung: Der Nuntius setzt eine ethische Markierung in einer Debatte, die in Portugal zunehmend kontrovers geführt wird. Innerkirchlich dürfte die Erklärung als Bestärkung dafür verstanden werden, in Gemeinden und pastoralen Diensten klar gegen diskriminierende Haltungen Position zu beziehen. Politisch ist sie als Mahnung zu sachlicher Sprache zu werten. Welche konkreten politischen Maßnahmen oder gesetzlichen Schritte daraus erwachsen, bleibt offen; die Intervention zielt erkennbar auf den Ton und die Haltung in der öffentlichen Diskussion, nicht auf operative Vorgaben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).