Kurzmeldung
In Rabo de Peixe auf der Insel São Miguel (Açores) kam es am 20. August 2026 bei einem Einsatz gegen mutmaßlichen Drogenhandel zu Übergriffen gegen Kräfte der Polícia de Segurança Pública (PSP). Nach einer Pressemitteilung des Comando Regional und Berichten von RTP/Lusa führten die Einsatzkräfte am frühen Nachmittag mehrere Festnahmen durch; im Anschluss sei es zu Angriffen auf Polizeifahrzeuge gekommen.
Die PSP gab an, insgesamt acht Personen in flagranti festgenommen zu haben; den Einsatzkräften zufolge wurden 962 Dosen Haschisch und 1.110 Dosen Kokain sowie Bargeld sichergestellt. Nach Darstellung der Behörde wurde das Eingreifen durch eine Menschenmenge erschwert: Nach Angaben des stellvertretenden Direktors der PSP, Pedro Neto Gouveia, wurden Steine und Holzlatten auf vier Einsatzfahrzeuge geworfen. Um die Ordnung wiederherzustellen, habe die Polizei Warnschüsse in die Luft mit nicht-tödlicher Munition abgegeben. Gouveia sagte, es habe keine schwerwiegenden Verletzten gegeben und zwei Personen seien für Sachbeschädigungen identifiziert worden.
Der Vorfall habe Konsequenzen auf mehreren Ebenen, erklärte der Staatssekretär für den Zivilschutz, Rui Rocha, gegenüber Journalisten und bekundete Solidarität mit den Sicherheitskräften. Das Comando Regional kündigte an, die Abläufe intern zu prüfen und die Informationen den zuständigen Stellen zu übergeben.
Die Staatsanwaltschaft leitete ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein; die Justizpolizei und die PSP führen die Ermittlungen unter der Leitung des Ministério Público fort. Dienstrechtliche Prüfungen gegenüber beteiligten Beamten seien ebenfalls möglich, so die Behörden.
Rabo de Peixe (Concelho Ribeira Grande) war bereits in früheren Jahren wiederholt Schauplatz polizeilicher Einsätze; die regionale Koordination obliegt dem Comando Regional mit Sitz in Ponta Delgada. Die Angaben stammen aus der Presseinformation der PSP und aus dem Bericht von RTP/Lusa; weitere Details sollen nach Abschluss erster Vernehmungen und offizieller Mitteilungen veröffentlicht werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).