Wirtschaft

Wohnungspreise in Portugal: Angebotsindex steigt im August 2026 um 7,5 Prozent

Der idealista-Preisindex zeigt für August 2026 einen landesweiten Medianpreis von 3.207 Euro pro Quadratmeter; Centro und Alentejo verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse, Lissabon bleibt am teuersten.

Kurzmeldung

Der Angebotsindex der Immobilienplattform idealista weist für August 2026 einen Anstieg der Angebotspreise von Wohnungen in Portugal um 7,5 Prozent gegenüber August 2025 aus. Der landesweite Mediansatz lag demnach bei 3.207 Euro pro Quadratmeter. Die Angaben wurden am 1. September 2026 veröffentlicht und von portugiesischen Medien zusammengefasst. Die Zahlen beziehen sich auf Angebotspreise der Plattform und nicht auf notariell beurkundete Kaufabschlüsse.

Regional unterscheiden sich die Veränderungen deutlich: Das Centro und der Alentejo melden überdurchschnittliche Zuwächse und zählen damit zu den stärksten Treibern der landesweiten Veränderung. Auf Distriktebene registrierte Santarém einen sehr hohen Anstieg (im Datensatz ausgewiesen), während unter den 20 analysierten Bezirkshauptstädten Faro mit einem der höchsten jährlichen Zuwächse hervorstach. Lissabon verbleibt mit deutlichem Abstand an der Spitze der Preisskala und weist weiterhin die höchsten Mediansätze auf; auch Porto zählt zu den teureren Märkten.

Die Methode von idealista basiert auf der Medianbildung von Angebotspreisen und schließt nach eigener Angabe saisonale Kurzzeitvermietungen sowie auffällige Ausreißer aus der Serie, um die Vergleichbarkeit zu verbessern. Deshalb können Abweichungen zu amtlichen Reihen des Instituto Nacional de Estatística oder zu Bankdaten bestehen: Offizielle Statistiken beruhen auf anderen Quellen, Transaktionsdaten und Stichproben und reagieren in der Regel langsamer als Angebotsindikatoren.

Monatlich hat sich der Aufwärtsdruck zuletzt abgeschwächt: Der Mediansatz für August lag nahezu auf dem Juli-Niveau und signalisierte eine temporäre Beruhigung. Ob dies eine kurze Atempause oder der Beginn einer Stabilisierung ist, lässt sich anhand eines einzelnen Monatswertes nicht sicher sagen. Für eine fundierte Bewertung mittelfristiger Trends sind ein Abgleich mit den nächsten Quartalszahlen des Instituto Nacional de Estatística, Daten zu Baugenehmigungen, Kreditvergabe sowie Wanderungsbewegungen erforderlich. Insgesamt spricht die Kombination aus weiter hoher Nachfrage und begrenztem Neubau in vielen Lagen weiterhin für tendenziellen Preisdruck.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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