In der Gemeinde Almalaguês im Município Coimbra ist am Donnerstag gegen 15:38 Uhr bei Trêmoa ein großer Vegetationsbrand ausgebrochen. Nach Angaben der Nationalen Behörde für Notfälle und Zivilschutz (ANEPC) wuchs der Einsatz rasch an: Mehr als 400 Einsatzkräfte mit über 100 Fahrzeugen sowie rund zehn Luftfahrzeuge waren bis zum Abend im Distrikt Coimbra im Einsatz. Die Einsatzleitung meldete zeitweise zwei aktive Feuerfronten; eine davon wurde am Abend stabilisiert, die andere blieb noch aktiv, galt aber als eingedämmt.
Zur Ursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Bis zum Redaktionsschluss lagen keine bestätigten Berichte über Evakuierungen, verletzte Personen oder zerstörte Wohngebäude vor. Die Brandbekämpfung erfolgte koordiniert aus der Luft und am Boden. In Portugal weist die ANEPC die verfügbaren Luftfahrzeuge je nach Dringlichkeit und Witterungslage zu; vor Ort arbeitet sie mit den kommunalen und interkommunalen Verbänden der Feuerwehr zusammen.
Der Brandherd liegt am Rand ausgedehnter Kiefern- und Eukalyptusbestände südlich der Stadt Coimbra und nahe der Grenze zum Município Miranda do Corvo. Solche Bestände begünstigen bei trockenen und warmen Bedingungen im Spätsommer und Frühherbst eine rasche Ausbreitung von Feuer. Die Behörden warnten daher vor wechselnden Windverhältnissen und Glutnestern, die ein Wiederaufflammen begünstigen können. Nach der Eindämmung werden Nachkontrollen und die Abgrenzung der betroffenen Fläche erwartet.
Auswirkungen auf die Infrastruktur waren am Donnerstagnachmittag bis in den Abend hinein zu spüren. Nach übereinstimmenden regionalen Berichten wurde der Betrieb des Metro Mondego auf dem suburbanen Abschnitt zwischen Sobral de Ceira und Serpins vorübergehend unterbrochen, um Einsatzkräfte nicht zu behindern und die Sicherheit entlang der Trasse zu gewährleisten. Angaben zur Dauer der Unterbrechung lagen zunächst nicht vor.
Der Einsatz verdeutlicht die anhaltende Waldbrandgefahr im Raum Coimbra. Der Distrikt verfügt über abgestufte Schutz- und Löschstrukturen, in die bei größeren Lagen nationale Ressourcen eingebunden werden. Konkrete Aussagen zum Schadensumfang und zu möglichen Folgen für Forst, Landwirtschaft oder Infrastruktur sind erst nach Abschluss der laufenden Bewertung zu erwarten. Die ANEPC und die lokale Einsatzleitung hielten für den späten Abend weitere Lageupdates in Aussicht.
Die Freguesia Almalaguês gehört zum Município Coimbra im Distrikt Coimbra und umfasst ländlich geprägte Ortsteile wie Trêmoa, die von Wald- und Buschvegetation umgeben sind. Eine amtliche Schätzung der verbrannten Fläche stand zunächst aus.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).