Wirtschaft

VIDÓR plant größte Studierendenresidenz Portugals in Porto

Der Entwickler VIDÓR hat in Porto ein Projekt mit rund 2.200 Betten und 100 Millionen Euro Volumen angekündigt. Es wäre die größte Studierendenresidenz des Landes.

Der Immobilienentwickler VIDÓR hat am 23. September in Porto den Bau einer neuen Studierendenresidenz mit rund 2.200 Betten angekündigt. Das Investitionsvolumen beziffert das Unternehmen auf etwa 100 Millionen Euro. Nach derzeitigen Angaben würde die Anlage die größte Studierendenresidenz Portugals werden. Standort ist die Asprela, das zusammenhängende Hochschulviertel im Norden der Stadt, in dem zentrale Einrichtungen der Universidade do Porto liegen.

Die Ankündigung wurde vom Unternehmen und von portugiesischen Wirtschaftsmedien wie Jornal Económico und Diário Imobiliário veröffentlicht. VIDÓR spricht von einem Markteintritt in den Bereich studentischen Wohnens und begründet das Vorhaben mit einer anhaltenden Unterversorgung an bezahlbarem, qualitätsgerechtem Wohnraum für Studierende in Porto. Konkrete Angaben zu Baustart, Fertigstellung, Vergabestrukturen und Finanzierung über die genannte Investitionssumme hinaus machte das Unternehmen bislang nicht.

Die Asprela gilt als Schwerpunktgebiet für Hochschulen und Forschung und weist seit Jahren eine hohe Nachfrage nach studentischem Wohnraum auf. Der Druck auf den Mietmarkt hat sich in Universitätsstädten wie Porto, Coimbra und Lissabon spürbar erhöht. Branchenberichte verzeichnen seit 2019 ein deutlich gestiegenes Investitionsvolumen in zweckgebundene Studierendenunterkünfte. Private Betreiber und institutionelle Investoren treiben Projekte voran, teils in Kooperation mit Hochschulen, teils als rein privatwirtschaftliche Vorhaben.

Offen bleibt bei VIDÓR insbesondere, wie sich die 2.200 Betten auf Zimmer- und Apartmenttypen verteilen, welche Mietpreisspannen vorgesehen sind und ob ein Anteil preisgebundener Plätze geplant ist. Ebenfalls unklar ist der Zeitplan der Genehmigungen und des Baubeginns. Eine Bestätigung zu erteilten Baugenehmigungen durch die Câmara Municipal do Porto lag am Dienstag nicht vor.

Die Einschätzung möglicher sozialer Effekte hängt maßgeblich von der Preisgestaltung und der Einbindung in städtische Wohnungsstrategien ab. Belastbare Aussagen dazu liegen derzeit nicht vor; die vorliegenden Informationen stammen aus Unternehmensangaben sowie aus übereinstimmenden Berichten der genannten Wirtschaftsmedien. Sollte das Projekt wie angekündigt umgesetzt werden, könnte es das Angebot an zweckgebundenem Wohnraum für Studierende in Porto spürbar erweitern und damit mittelfristig Druck aus dem allgemeinen Mietsegment nehmen. Kurzfristige Entlastungen sind jedoch ohne terminierte Bau- und Eröffnungstermine nicht absehbar.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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