Kultur

Vatikan startet Kunsttriennale in Lissabon

Die vom Dikasterium für Kultur und Bildung initiierte Triennale Exercises in Empathy startet heute an der Universidade Católica Portuguesa in Lissabon. Das Projekt bindet sieben katholische Universitäten auf drei Kontinenten ein.

In Lissabon startet heute die erste Triennale der katholischen Universitäten unter dem Motto Exercises in Empathy. Veranstalter ist das Dikasterium für Kultur und Bildung des Heiligen Stuhls; die portugiesische Eröffnung richtet die Universidade Católica Portuguesa aus. Die Ausgabe 2026/2027 ist auf mehrere Stationen verteilt und verbindet Kunst, Wissenschaft und Bildung über Kontinente hinweg.

Der Präfekt des Dikasteriums, Kardinal José Tolentino de Mendonça, beschreibt die Triennale als einen breiten Dialograum, in dem Empathie nicht nur Thema, sondern praktische Haltung ist. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich 104 Künstlerinnen und Künstler sowie 14 Kuratorinnen und Kuratoren. Insgesamt sind sieben katholische Universitäten eingebunden. In Lissabon liegt die kuratorische Verantwortung bei Nuno Crespo.

Die Programmmacher betonen den Prozesscharakter: Gezeigt werden künstlerische Positionen, die Begegnung, Wissensaustausch und institutionelle Kooperation in den Mittelpunkt stellen. Ziel ist es, die Rolle von Hochschulen und Kultur als Orte gesellschaftlicher Vermittlung zu stärken. Der internationale Zuschnitt ist Teil des Konzepts; neben Lissabon sind Stationen in Rio de Janeiro, Luanda und Santiago de Chile vorgesehen.

Für Portugal ist die Teilnahme mehr als eine Gastgeberschaft. Die Universidade Católica Portuguesa positioniert sich damit als Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und zeitgenössischer Kunst und erweitert ihr internationales Netzwerk. Für die Stadt Lissabon bedeutet der Auftakt erhöhte Sichtbarkeit in einem kirchlich getragenen, kulturpolitisch ambitionierten Projekt, das Akteure aus mehreren Regionen zusammenführt.

Die Zahlen und Eckdaten – darunter die Zahl der beteiligten Kunstschaffenden und Kuratorinnen sowie die Liste der teilnehmenden Universitäten und Städte – sind von den beteiligten Institutionen öffentlich bestätigt. Das Dikasterium verweist in seinen Mitteilungen auf eine mehrjährige Perspektive, in der die Triennale auch als Labor für Kooperationen zwischen Campus, Kulturinstitutionen und Zivilgesellschaft dienen soll. Aussagen über konkrete Auswirkungen auf Besucherzahlen, städtische Kulturprogramme oder Folgebudgets bleiben vorerst offen und hängen von der Resonanz der einzelnen Stationen ab.

Damit verbindet die Triennale in Lissabon einen aktuellen Kulturauftakt mit einem übergreifenden Anliegen: Empathie als handlungsleitendes Prinzip in Lehre und Kunst erfahrbar zu machen – in Portugal und darüber hinaus.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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