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Uber startet Verfahren für kollektive Entlassungen in Portugal

Am 6. November 2026 hat Uber in Portugal ein Verfahren für kollektive Entlassungen eingeleitet. Berichte von Observador und ECO verorten den Schritt im Rahmen eines weltweit geplanten Personalabbaus.

Uber hat am 6. November 2026 in Portugal ein Verfahren für kollektive Entlassungen eingeleitet. Das bestätigten übereinstimmend die portugiesischen Medien Observador und ECO. Konkrete Zahlen zu betroffenen Stellen oder Standorten nannte das Unternehmen in Portugal bislang nicht. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines von der Konzernleitung im September 2026 in Aussicht gestellten weltweiten Personalabbaus von rund zehn Prozent.

Nach portugiesischem Arbeitsrecht liegt ein despedimento coletivo vor, wenn ein Arbeitgeber innerhalb von drei Monaten mehrere Arbeitsverhältnisse planmäßig beendet. Solche Verfahren unterliegen strengen Informations- und Konsultationspflichten. Unternehmen müssen den zuständigen Behörden und Arbeitnehmervertretungen Gründe, Umfang und Kriterien schriftlich mitteilen und Konsultationen aufnehmen. Die Direção-Geral do Emprego e das Relações de Trabalho (DGERT) begleitet und überwacht diese Abläufe. Eine öffentliche Bestätigung der behördlichen Eingangsanzeige lag bis Redaktionsschluss nicht vor.

Uber begründet den Personalabbau laut den Medienberichten mit einer Vereinfachung der Unternehmensstruktur. Ob und in welchem Umfang bereits Verhandlungen mit Betriebsvertretungen oder Gewerkschaften begonnen haben, ist offen. Sollte das Verfahren zu Kündigungen führen, greifen in Portugal gesetzlich vorgegebene Fristen, Konsultationsschritte und Abfindungsansprüche. Die genaue Höhe der Entschädigungen richtet sich nach Betriebszugehörigkeit und jüngst reformierten arbeitsrechtlichen Regeln.

Der Vorgang fällt in ein politisch sensibel beobachtetes Feld. Seit Einführung der TVDE-Regelung für Fahrdienste und Lieferplattformen sind Status, Rechte und Pflichten von Plattformbeschäftigten Gegenstand von Gesetzesänderungen und Gerichtsverfahren. Gewerkschaften und fahrervertretende Organisationen fordern seit Längerem verlässlichere Schutzmechanismen und kollektive Verhandlungsrechte, auch mit Blick auf Verfahren kollektiver Entlassungen. Zugleich verzeichnen die Behörden seit 2024 wieder mehr Anzeigen zu Personalabbau in unterschiedlichen Branchen, was die Aufmerksamkeit für rechtskonforme Abläufe erhöht.

Für die weitere Einordnung sind drei Punkte entscheidend: Erstens eine belastbare Mitteilung von Uber Portugal mit Zahlen und Zeitplan. Zweitens eine Bestätigung der DGERT über den Eingang der Arbeitgeberkommunikation und den Start der Konsultationsphase. Drittens Reaktionen der Gewerkschaften zu Umfang und Kriterien der Auswahl. Bis zu diesen Klarstellungen ist das Geschehen als Beginn eines formalisierten Verfahrens einzuordnen – nicht als bereits vollzogener Personalabbau in Portugal.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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