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Turismo de Portugal schließt drei Verträge für neue Refúgios Climáticos

Die Tourismusbehörde hat in Lissabon die ersten drei Finanzierungsverträge für klimatische Schutzorte unterzeichnet. Insgesamt stehen 1 Million Euro bereit, die erste Tranche umfasst rund 210.000 Euro.

Turismo de Portugal hat am 13. Oktober 2026 in Lissabon die ersten drei Finanzierungsverträge für die nationale Rede de Refúgios Climáticos Stay Cool unterzeichnet. Die formale Unterzeichnung fand im Goethe-Institut Lissabon statt. Die drei Projekte erhalten zusammen rund 210.000 Euro. Insgesamt sieht der laufende Aufruf ein Budget von 1 Million Euro vor.

Die Refúgios Climáticos sind öffentlich zugängliche, klimatisch gut ausgestattete Innen- oder Außenräume, die bei Hitzeereignissen Schutz bieten sollen. Das Programm zielt auf ein landesweites Netz solcher Orte, die Anwohnerinnen und Anwohner, Reisende und besonders gefährdete Gruppen erreichen. Der Aufruf richtet sich vorrangig an Gemeinden (câmaras municipais) und Ortsgemeinden (juntas de freguesia) und wird über das Programm Crescer com o Turismo finanziert. Er ist Teil der umfassenderen Agenda zur Klimaanpassung im Tourismus bis 2030.

Nach den Ausschreibungsunterlagen müssen geförderte Standorte Mindestanforderungen an Barrierefreiheit, Öffnungszeiten an Hitzetagen, Beschilderung und Informationspflichten erfüllen. Zudem gelten Fristen für Umsetzung und Betrieb. Turismo de Portugal kündigt eine fachliche Begleitung der Vorhaben an, um ein belastbares Netz zu entwickeln und den Betrieb in Hitzewellen sicherzustellen.

Die ersten Verträge markieren den Übergang von der Konzept- zur Betriebsphase. Hintergrund ist eine Zunahme von Hitzetagen und Tropennächten in Portugal, die Gesundheitsrisiken und Belastungen für städtische Infrastrukturen verstärken. Der staatliche Rahmen für Risikomanagement und Notfallplanung, wie er im Diário da República für den Tourismussektor festgelegt ist, sieht vor, dass Klimaanpassung als Querschnittsaufgabe in Destinationen verankert wird. Die Refúgios sollen dabei eine konkrete, niedrigschwellige Maßnahme in dicht besiedelten Lagen und touristisch frequentierten Räumen sein.

Offen bleibt, wie die dauerhafte Integration der Refúgios in kommunale Alarm- und Krisenpläne organisiert wird und nach welchen Kriterien die geografische Verteilung künftiger Förderrunden erfolgt. Ebenfalls zu beobachten ist, wie sich Betriebskosten, Personalbedarf und Informationsketten an heißen Tagen zwischen Kommunen und Betreiberinnen und Betreibern regeln lassen.

Die heute formalisierten Verträge stützen sich auf einen im Sommer veröffentlichten Förderaufruf sowie auf den normativen Rahmen, der im Diário da República bekannt gemacht wurde. Branchennahe Medien und die Tourismusbehörde hatten den Umfang des Programms sowie das Gesamtbudget bereits zuvor bestätigt. Eine frühere, fehlerhafte Datumsangabe wurde inzwischen berichtigt: Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 13. Oktober 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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