Das portugiesische Projekt Porto Comprehensive Cancer Centre – TeamUp4Cancer hat am 14. Oktober 2026 in Brüssel den Publikumspreis der RegioStars erhalten. Der Preis der Europäischen Kommission wurde im Rahmen der European Week of Regions and Cities vergeben. TeamUp4Cancer ist eine Kooperation des Instituto Português de Oncologia do Porto (IPO Porto) und des Instituto de Investigação e Inovação em Saúde (i3S) der Universität Porto und wurde von der Öffentlichkeit per Online-Abstimmung zum Sieger gekürt.
Ausgezeichnet wurde die enge Verzahnung von Forschung, klinischer Versorgung und Patientennähe, die der Verbund in Porto aufgebaut hat. Das Porto Comprehensive Cancer Centre verfolgt den Ausbau der Präzisionsonkologie in Portugal: Patientinnen und Patienten sollen schneller Zugang zu individualisierten Diagnostikverfahren, hochwertigen Therapiewegen und klinischen Studien erhalten. Vertreter von IPO Porto nahmen die Auszeichnung in Brüssel entgegen und betonten die Bedeutung des gesellschaftlichen Rückhalts für die Weiterentwicklung onkologischer Strukturen.
Die RegioStars sind der jährliche Wettbewerb der Europäischen Kommission für vorbildliche, mit EU-Mitteln unterstützte Projekte der Regionalentwicklung. 2026 standen 25 Finalisten in mehreren Kategorien zur Wahl. Neben den Fachpreisen einer unabhängigen Jury vergibt die Kommission einen eigenständigen Publikumspreis, um sichtbare Erfolge regionaler Vorhaben europaweit hervorzuheben. Die öffentliche Abstimmungsphase für den Publikumspreis wurde Anfang September eröffnet.
Für das portugiesische Konsortium bedeutet die Auszeichnung vor allem größere Sichtbarkeit auf europäischer Ebene. Sie kann Partnerschaften mit Kliniken und Forschungseinrichtungen in anderen Mitgliedstaaten erleichtern und Anträge auf Fördermittel unterstützen. Der Preis ist jedoch in erster Linie Anerkennung bereits erbrachter Leistungen; weitergehende Aussagen zu zusätzlichen Finanzierungsvolumina oder messbaren Versorgungswirkungen bleiben nach Angaben der beteiligten Institutionen von künftigen Projektschritten und Evaluierungen abhängig.
Portugal stärkt mit dem Erfolg in Brüssel seine Stellung in der onkologischen Forschung. Das Zusammenspiel aus universitärer Forschung, spezialisierter Klinik und Patientenorientierung in Porto dient EU-weit als Referenz für integrierte Krebszentren. Die Kommission würdigt mit den RegioStars Projekte, die in ihren Regionen nachweisbar Wirkung entfalten und sich zugleich für andere Standorte übertragen lassen – Kriterien, die der Verbund aus IPO Porto und i3S in seiner aktuellen Entwicklungsstufe erfüllt.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).