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Studie: Portugals Kaufkraft sinkt 2026, Lissabon liegt national vorn

Laut NIQ liegt die Kaufkraft pro Kopf in Portugal 2026 bei 16.892 Euro und damit rund 20 Prozent unter dem europäischen Mittel. Die Gemeinde Lissabon erreicht 28.391 Euro und führt das nationale Ranking an.

Portugals Kaufkraft pro Kopf ist 2026 leicht gesunken und bleibt deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Nach Berechnungen der Studie Purchasing Power Europe 2026 des Marktforschers NIQ beträgt das verfügbare Pro-Kopf-Budget im Land 16.892 Euro. Das sind 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr und rund 20 Prozent weniger als der europäische Mittelwert von 21.153 Euro. Die neuen Zahlen wurden am 29. Oktober veröffentlicht und prägen seither die wirtschaftspolitische Debatte.

Innerhalb des Landes zeigen sich deutliche Unterschiede. Die Gemeinde Lissabon verzeichnet 28.391 Euro pro Einwohner und liegt damit sowohl klar über dem portugiesischen Durchschnitt als auch über dem Mittel der Europäische Union. Zu den kaufkräftigeren Gemeinden zählen auch Porto und Oeiras. Die Studie bestätigt damit eine anhaltende Konzentration von Einkommen in den großen Ballungsräumen, während weite Teile des Landes unter dem Schnitt bleiben.

NIQ ermittelt die Kaufkraft auf Basis eines Geomarketing-Modells, das verfügbare Einkommen, Preisniveaus und demografische Indikatoren länderübergreifend vergleichbar macht. Das aktuelle Kompendium rankt 42 europäische Länder und deren Unterregionen nach der nominal verfügbaren Summe, die für Konsum, Wohnen, Freizeit und Sparen zur Verfügung steht. Für Portugal weist das Ergebnis auf zwei Trends hin: eine nominale Stagnation bis zu einem leichten Rückgang der durchschnittlichen Kaufkraft im laufenden Jahr und eine ausgeprägte räumliche Ungleichheit zugunsten der Metropolregionen.

Die Befunde haben praktische Folgen. Ein unterdurchschnittliches Kaufkraftniveau dämpft tendenziell die Konsumnachfrage und kann sich auf Einzelhandel, Steuereinnahmen und Sozialhaushalte auswirken. Gleichzeitig erhöht die Konzentration von Einkommen in Lissabon den Druck auf Wohnungs- und Arbeitsmärkte, etwa durch höhere Mieten und engere Fachkräftemärkte. Für die Wirtschaftspolitik stellt sich damit die Frage, wie regionale Förderprogramme, Verkehrsinfrastruktur und Wohnungsbau gezielt so ausgerichtet werden können, dass Produktivität und Realeinkommen auch außerhalb der Zentren steigen.

Zahlen und Rangfolgen sind dem NIQ-Kompendium vom 29. Oktober 2026 entnommen und wurden in portugiesischen Wirtschaftsmedien seit Anfang November aufgegriffen. Prognosen zu möglichen Auswirkungen sind als Einordnung kenntlich und keine Aussagen der Studie selbst.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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