Heftige Regenfälle haben in der Nacht zum 1. November auf der Insel Madeira mindestens 30 Einsätze der Einsatzkräfte ausgelöst. Das teilte der Serviço Regional de Proteção Civil mit. Der Zeitraum reichte nach der Lagedarstellung vom späten 31. Oktober bis zum frühen Morgen des 1. November.
Am stärksten betroffen war die Hauptstadt Funchal mit 12 Einsätzen. In Santa Cruz wurden sechs, in Câmara de Lobos vier Einsätze verzeichnet; in Ribeira Brava und Ponta do Sol gab es jeweils zwei Vorkommnisse. Weitere Meldungen betrafen Calheta, Porto Moniz, São Vicente und Machico. Haupteinsatzgründe waren Muren und Hangrutschungen, lokale Überflutungen sowie blockierte Straßenabschnitte. Eingesetzt waren laut Zivilschutz 76 Kräfte mit 33 Fahrzeugen und Geräten, vor allem kommunale Feuerwehren und Straßenmeistereien.
Der Wetterlage war eine Warnung des Instituto Português do Mar e da Atmosfera vorausgegangen. Für die Südküste und die Bergregionen Madeiras galt am Morgen des 1. November ein oranger Hinweis auf starken, teils intensiven Regen. Der Zivilschutz hatte bereits am 31. Oktober in einem „Aviso à População“ vor erhöhter Gefahr durch Sturzfluten, Rutschungen und herabstürzende Gegenstände gewarnt und zu Vorsicht im Straßenverkehr sowie zur Sicherung von Abflüssen und losen Objekten aufgerufen.
Meteorologisch handelte es sich um eine kurze, lokal jedoch sehr intensive Niederschlagsphase mit stark variierenden Mengen. Stationsdaten zeigten nach übereinstimmenden Berichten besonders in höheren Lagen, etwa am Pico do Areeiro, zeitweise hohe Stunden- und Sechs-Stunden-Summen. Zu Verletzten oder Todesopfern machte der Zivilschutz keine Angaben. Auch über gesperrte Straßenabschnitte über die akuten Räumarbeiten hinaus sowie über die finanzielle Schadenshöhe lagen zunächst keine quantifizierten Informationen vor.
Die Angaben beruhen auf Mitteilungen des Serviço Regional de Proteção Civil und den Warnungen des Instituto Português do Mar e da Atmosfera, die von regionalen Medien aufgegriffen wurden. Ob zusätzliche Maßnahmen der regionalen Behörden erforderlich werden, hängt nach Einschätzung der Einsatzkräfte von der weiteren Entwicklung der Niederschläge ab. Der Wetterdienst aktualisiert die Hinweise fortlaufend; eine Entwarnung oder Verlängerung der Warnstufen wird nach aktueller Lageentscheidung bekanntgegeben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).