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Spanien bremst Strompreise mit Gasdeckel – Abstand zu Portugal wächst

Spanien hat sein Entlastungspaket samt Gaspreisdeckel verlängert. Laut Markt- und Regulierungsdaten öffnet sich im September 2026 eine Preisdifferenz zum portugiesischen Großhandelsmarkt.

Spanien hat zum Wochenbeginn sein Entlastungspaket für Energie verlängert und den Gaspreisdeckel erneuert. Diese Schritte wirken unmittelbar auf die Großhandelsstrompreise und vergrößern laut Marktdaten den kurzfristigen Preisabstand zu Portugal. Der Beschluss in Madrid fiel am 29. und 30. September 2026 und zielt auf eine Dämpfung der Endkundenrechnungen vor der Heizsaison.

Auf dem portugiesischen Großhandelsmarkt zeigen die jüngsten Tages- und Wochenreihen der Netzgesellschaft REN und der Regulierungsbehörde ERSE im September 2026 ausgeprägte, aber uneinheitliche Schwankungen. Ein durchgehender monatlicher Preissprung ist dort bislang nicht erkennbar. In Spanien berichten Regierung und Medien von einer Reaktivierung des sogenannten escudo anticrisis, der Steuererleichterungen und den Gaspreisdeckel umfasst. Nach übereinstimmenden Angaben hat dies den Druck auf die dortigen Spotpreise kurzfristig gesenkt.

Die beobachtete Entkopplung ist stark zeitabhängig. An einzelnen Tagen und Stunden liegen portugiesische Durchschnittspreise über den spanischen, an anderen gleichen sie sich an. Treiber sind der unterschiedliche Anteil erneuerbarer Einspeisung, die verfügbare grenzüberschreitende Kapazität sowie die nun wieder verschärften Eingriffe in Spanien. REN weist in ihren Marktstatistiken für September 2026 auf hohe Intraday-Volatilität hin. ERSE verweist zugleich auf aktualisierte Parameter für regulierte Tarife und simulierte Endkundenpreise, ohne dass daraus automatisch eine parallele Bewegung zu den kurzfristigen Großhandelswerten folgt.

Die spanische Regierung begründet die Verlängerung des Schutzschirms mit anhaltenden Risiken an den Gas- und Strommärkten. Branchenmeldungen hatten im Vorfeld vor höheren Winterpreisen gewarnt, sollte die Unterstützung auslaufen. Unabhängige Marktdatenreihen zu Tages-Spothandelspreisen deuten seit Mitte September auf Phasen hin, in denen Spanien infolge der Maßnahmen niedriger notierte als Portugal. Die CNMC beobachtet die Marktentwicklung und die Weitergabe regulatorischer Eingriffe an die Endkundenpreise fortlaufend.

Für Portugal ist der unmittelbare Effekt begrenzt, da die Preisbildung zwar im integrierten iberischen Strommarkt stattfindet, nationale Maßnahmen und Erzeugungsmixe jedoch zu kurzzeitigen Differenzen führen. Aussagekräftig ist daher der fortlaufende, tagesgenaue Vergleich von Spot- und Durchschnittspreisen sowie der Nettoflüsse über die Grenze. Verlässliche Schlüsse über ein dauerhaftes Preisgefälle lassen sich erst nach längeren Reihen ziehen. Klar ist jedoch: Mit der Verlängerung des spanischen Entlastungspakets hat sich im Spätsommer und Frühherbst 2026 ein spürbarer, wenn auch schwankender Preisabstand zu Ungunsten Portugals aufgetan.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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