Azoren

Sonnenfinsternis am 12. August 2026: Hohe Bedeckung in Portugal, vollständige Verfinsterung nur am Rand von Bragança

Am 12. August 2026 erlebt Portugal eine sehr starke partielle Sonnenfinsternis; nur ein kleiner Bereich im Distrikt Bragança liegt kurz in der Region der vollständigen Sonnenfinsternis. Auf den Azoren ist die Finsternis ebenfalls als…

Am 12. August 2026 zieht eine totale Sonnenfinsternis über den Nordatlantik, berührt Island und quert Nordspanien. In Portugal ist das Ereignis überwiegend als sehr starke partielle Bedeckung sichtbar. Nur der äußerste Nordosten im Distrikt Bragança wird in einem schmalen Streifen für wenige Minuten in die Region der vollständigen Sonnenfinsternis fallen. Auf den Azoren zeigt sich die Finsternis als Teilereignis mit hoher, je nach Insel unterschiedlicher Bedeckung.

Für Lissabon liegen orientierende Zeiten vor: Beginn der partiellen Phase gegen 18.38 Uhr, Maximum um etwa 19.36 Uhr mit rund 94 bis 95 Prozent Bedeckung, Ende gegen 20.29 Uhr (Ortszeit). Entlang der Westküste und nach Norden hin steigen die Maximalwerte weiter an. Da die Sonne am frühen Abend bereits tief steht, ist ein freier Horizont nach Westen für die Beobachtung entscheidend.

Auf den Azoren beginnt die Finsternis aufgrund der Zeitzone früher. Der Höchststand fällt dort je nach Insel in den späten Nachmittag bis frühen Abend. Die maximal sichtbare Bedeckung variiert zwischen den Inselgruppen; lokale Übersichten nennen für São Miguel, Terceira und Faial abweichende Zeiten und Höhen der Sonne. Praktisch ist auch hier ein möglichst ungestörter Blick zum Westhorizont wichtig.

Der kurze Korridor der vollständigen Sonnenfinsternis in Portugal verläuft im Nordosten des Distrikts Bragança nahe der Grenze zu Spanien. Abseits dieses Gebiets bleibt es landesweit bei einer partiellen Verdeckung, die das Tageslicht deutlich dämpft, die Sonne aber nicht vollständig verschwinden lässt. Wer an den Rand der vollständigen Verfinsterung reisen will, sollte die genauen Karten der Finsternis berücksichtigen und ausreichend Zeit für An- und Abreise einplanen.

Fachinstitutionen betonen Sicherheitsregeln: Niemals ohne zugelassene Sonnenschutzfilter direkt in die Sonne blicken. Geeignet sind zertifizierte Finsternisbrillen oder geprüfte Filter vor optischen Geräten; improvisierte Lösungen wie geräuchertes Glas, Folien oder Röntgenbilder sind ungeeignet. Für Einsteiger empfiehlt sich die indirekte Beobachtung über Projektionen. Das Observatório Astronómico de Lisboa und andere Einrichtungen stellen Hinweise zur sicheren Beobachtung bereit.

Für Planung und Sichtbarkeit bleibt das Wetter der größte Unsicherheitsfaktor. Kurzfristige Vorhersagen des Instituto Português do Mar e da Atmosfera (IPMA) helfen bei der Standortwahl. Veranstalter öffentlicher Beobachtungen sollten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen, Kapazitätsgrenzen und dem Bedarf an geprüften Schutzmitteln rechnen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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