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Sanna Marin warnt in Portugal vor größerer russischer Bedrohung für Europa

Bei der Präsentation ihrer Memoiren in Portugal warnte Finnlands Ex-Ministerpräsidentin Sanna Marin vor einer möglichen Ausweitung russischer Aggression gegen Europa und mahnte mehr europäische Verteidigungsfähigkeit an.

Die frühere finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin hat bei einem Auftritt in Portugal eindringlich vor einer möglichen Ausweitung russischer Aggression auf Europa gewarnt. Nach ihrer Einschätzung dürfe man nicht annehmen, die Bedrohung aus Moskau richte sich ausschließlich gegen die Ukraine. Wladimir Putin plane vielmehr eine deutlich größere Konfrontation mit Europa, sagte sie nach portugiesischen Medienberichten anlässlich der Vorstellung ihrer Memoiren.

Marin verband die Warnung mit einem Appell, die Verteidigungsfähigkeit Europas spürbar zu stärken. Die Europäische Union müsse mehr in Abschreckung, Resilienz und Rüstungskooperation investieren und eigene Fähigkeiten rascher ausbauen. Niemand werde Europa automatisch schützen, daher sei Selbstbehauptung Teil der sicherheitspolitischen Realität, betonte sie sinngemäß.

Mit Blick auf Portugal sagte Marin laut RTP, auch westliche EU-Staaten seien vor russischen Maßnahmen nicht automatisch sicher. Hybride Angriffe, darunter Desinformation, Cyberattacken und Einflussoperationen, zielten darauf ab, Demokratien zu destabilisieren und Verbündete gegeneinander auszuspielen. Staaten mit kleinerem Markt und begrenzten Ressourcen müssten deshalb besonders auf Widerstandskraft ihrer Institutionen und Gesellschaften achten.

Marin verwies zur Begründung ihrer Einschätzung auf die Entwicklung seit 2014 und den umfassenden Angriff Russlands auf die Ukraine 2022. Während ihrer Amtszeit entschied Finnland im Schulterschluss mit Schweden für den Beitritt zur Nordatlantischen Vertragsorganisation; der Schritt sollte die eigene Abschreckung stärken und die europäische Sicherheit breiter absichern. Aus Helsinkis Erfahrungen leitet Marin die Forderung ab, dass Europa Fähigkeitslücken schließt und sich weniger verwundbar gegenüber militärischem Druck und hybriden Angriffen macht.

Die Politikerin sprach in Portugal im Rahmen der Präsentation ihres Buches Esperança em Ação. Nach Berichten portugiesischer Medien betonte sie, Europa müsse klare Grenzen kommunizieren und Verletzungen von Recht und Luftraum nicht hinnehmen. Einschätzungen zu möglichen Eskalationsszenarien ordnete sie ausdrücklich als Warnungen und Lehren aus Finnlands Nachbarschaft zu Russland ein; Entscheidungen über konkrete Reaktionen lägen bei den Regierungen und der NATO-Führung.

Zu innenpolitischen Debatten um ihre Person sagte Marin, die öffentliche Aufmerksamkeit für private Vorgänge dürfe nicht die Beurteilung professioneller Leistung überlagern. Im Vordergrund stünden in der aktuellen Lage die Stärkung europäischer Handlungsfähigkeit und die Unterstützung der Ukraine. Ihre Mahnungen zielen nach eigenen Worten darauf, politische Prioritäten zu klären und die Widerstandskraft Europas – von Finnland bis Portugal – zu erhöhen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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