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Reintegrationsfachkräfte im Strafvollzug streiken landesweit – Kundgebung in Porto

Die Fachkräfte der Direção-Geral de Reinserção e Serviços Prisionais haben in Portugal am 6. Oktober die Arbeit niedergelegt. Ihre Gewerkschaft SinDGRSP organisierte zusätzlich eine Kundgebung vor dem Estabelecimento Prisional do Porto.

In Portugal haben die technischen Fachkräfte der Direção-Geral de Reinserção e Serviços Prisionais (DGRSP) am 6. Oktober die Arbeit niedergelegt. Zu dem eintägigen Ausstand hat der Sindicato dos Técnicos da Direção-Geral de Reinserção e Serviços Prisionais (SinDGRSP) aufgerufen. Begleitend fand eine Kundgebung vor dem Estabelecimento Prisional do Porto statt. Die Beschäftigten sind in der Betreuung, Bildung und sozialen Reintegration von Inhaftierten tätig und begleiten Maßnahmen nach der Haft.

Die Gewerkschaft begründet den Streik mit aus ihrer Sicht unzureichenden Fortschritten bei der Neuordnung der Laufbahnen und Vergütungsstrukturen innerhalb der DGRSP. Vereinbarte Anpassungen würden nicht vollständig umgesetzt, zudem fehle es an Klarheit bei Zuständigkeiten und Aufstiegsmöglichkeiten. Auch die Arbeitsbelastung in den Einrichtungen sei hoch, während spezialisierte Aufgaben – etwa die Ausarbeitung individueller Reintegrationspläne – mehr Zeit und personelle Ressourcen erforderten.

Nach Angaben von SinDGRSP können die Arbeitsniederlegungen die Durchführung von Betreuungs- und Reintegrationsmaßnahmen in mehreren Anstalten zeitweise einschränken. Sicherheitsrelevante Dienste sollen über Mindestbesetzungen aufrechterhalten werden. Konkrete Störungen einzelner Angebote wurden am Vormittag nicht einheitlich gemeldet; eine zentrale Lageübersicht lag zunächst nicht vor.

Die DGRSP ist als Behörde des Justizressorts für den Strafvollzug, Bewährungshilfe und die soziale Wiedereingliederung zuständig. Entscheidungen über Personal- und Karrierefragen haben daher unmittelbare Folgen für die Qualität der Resozialisierungsarbeit. Gewerkschaften argumentieren, dass stabile Teams und klare Laufbahnen zentrale Voraussetzungen sind, um Rückfälle zu verringern, Familienkontakte zu stabilisieren und Übergänge in Ausbildung und Arbeit zu begleiten.

Das Justizministerium äußerte sich bis zur Veröffentlichung nicht mit einer neuen Stellungnahme zu der Aktion. In früheren Runden hatte die Verwaltung auf laufende Arbeiten zur Anpassung von Karriereprofilen verwiesen. SinDGRSP fordert kurzfristige Verhandlungen mit klaren Terminen sowie eine Präzisierung der Funktionsbeschreibungen.

Die Auseinandersetzung berührt über den engen Fachbereich hinaus die Frage, wie der Staat Rehabilitationsangebote im Vollzug finanziert und steuert. Hält der Konflikt an, dürfte der politische Druck steigen, zwischen Gewerkschaft und Verwaltung zügig belastbare Vereinbarungen zu treffen. Maßgeblich wird sein, ob das Justizministerium zusätzliche Mittel und verbindliche Fristen für Laufbahnanpassungen zusagt – und ob die DGRSP organisatorische Änderungen so umsetzt, dass Betreuungs- und Reintegrationsangebote verlässlich fortgeführt werden können.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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