Politik

Regierung verlängert Rabatt auf die Steuer auf petrolbasierte Produkte und stärkt zielgerichtete Hilfen

Premierminister Luís Montenegro kündigte in Esposende die Fortdauer des Rabatts auf die Steuer auf petrolbasierte Produkte und zusätzliche Hilfen für besonders betroffene Sektoren bis zum 31. Dezember 2026 an.

Kurzmeldung

Die portugiesische Regierung hat am 19. September 2026 in Esposende die Verlängerung des zeitlich begrenzten Rabatts auf die Steuer auf petrolbasierte Produkte und Energieträger (Imposto sobre os Produtos Petrolíferos e Energietä­ten, ISP) sowie ergänzende Maßnahmen zur Entlastung von Haushalten und besonders exponierten Wirtschaftszweigen bestätigt. Premierminister Luís Montenegro erklärte, die Entscheidung diene dazu, die unmittelbaren Preisfolgen internationaler Turbulenzen auf Treibstoffkosten abzufedern, ohne die fiskalische Stabilität dauerhaft zu gefährden.

Kernpunkt ist die Fortsetzung des bestehenden Mechanismus zur Reduzierung der ISP bis zum 31. Dezember 2026. Darüber hinaus kündigte die Exekutive Entlastungen über das Einkommensteuersystem (IRS) sowie einen einmaligen Zuschlag für Rentnerinnen und Rentner an; die Auszahlungstermine und die genaue Höhe werden noch gesetzlich konkretisiert. Für besonders betroffene Bereiche hat die Regierung unmittelbar 38 Millionen Euro bereitgestellt; vorgesehen sind Beihilfen für Güter- und Personenverkehr, das Taxigewerbe, Feuerwehren und soziale Einrichtungen.

Die Maßnahmen wurden im Ministerrat beschlossen; einige Bestandteile müssen vom Parlament beschlossen werden. Die Regierung betonte, dass kurzfristige, zielgerichtete Transfers oft rascher greifen als pauschale und dauerhafte Steuersenkungen, nennt aber zugleich mögliche fiskalische Risiken dauerhafter Entlastungen. Parallel hierzu wird die Exekutive eine parlamentarische Beratung über eine Sonderabgabe auf außerordentliche Gewinne im Energiesektor anstoßen, um zusätzliche Mittel für gezielte Hilfen zu mobilisieren.

Oppositionelle Parteien fordern weitergehende Schritte, etwa eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Energieprodukte oder eine generelle Absenkung des ISP. Die Regierung verweist dagegen auf ihre bevorzugte Balance aus temporären Abschlägen und direkten Steuer- beziehungsweise Rententransfers und betont die Notwendigkeit, die Auswirkungen der Maßnahmen anhand festgelegter Bewertungszeitpunkte zu dokumentieren und gegebenenfalls nachzusteuern. Damit bleibt offen, wie schnell die angekündigten Maßnahmen die realen Preise an den Zapfsäulen und die Haushaltsbelastung tatsächlich senken werden.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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