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Regierung bestätigt Fortbestand des Pfandsystems Volta

Die Umweltministerin bekräftigte am 16. September 2026, dass das Pfandsystem Volta weitergeführt und nur punktuell angepasst werde. Der Bürgermeister von Lissabon fordert hingegen ein sofortiges Aussetzen des Systems wegen praktischer Probleme in der Stadt.

Kurzmeldung

Die portugiesische Regierung hat am 16. September 2026 ausdrücklich erklärt, dass das landesweite Pfandsystem Volta nicht ausgesetzt wird. Die Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, räumte zugleich Anfangsschwierigkeiten ein und kündigte gezielte operative Anpassungen an, nannte aber kein Datum für rechtliche Änderungen. Anlass sind seit dem Start des Systems beobachtete Probleme bei der alltäglichen Rückgabe und technische Störungen in einzelnen Rückgabestellen.

Volta, das System de Depósito e Reembolso (SDR), ist am 10. April 2026 in Betrieb gegangen. Betroffen sind Einweg-Getränkeverpackungen aus Kunststoff, Stahl und Aluminium mit einem Fassungsvermögen von unter drei Litern; der einheitliche Pfandbetrag beträgt 0,10 Euro je Verpackung. Betreiberin des Systems ist die Betreibergesellschaft SDR Portugal unter der Marke Volta; zuständige Ministerien begleiten die Umsetzung und die Evaluierung der Sammelquoten.

Aus Lissabon kommt scharfe Kritik: Carlos Moedas, Präsident der Câmara Municipal de Lisboa, forderte öffentlich das sofortige Ende des Systems mit Verweis auf „ein bisher ungekanntes soziales Drama“ in Teilen der Stadt. Er benennt praktische Probleme wie zusätzliche Ablageflächen für leere Behälter im öffentlichen Raum, eingeschränkten Zugang zu funktionierenden Rückgabeautomaten und Belastungen für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen. Seine Kritik bezieht sich auf die städtische Umsetzung, nicht auf die gesetzgeberischen Zielvorgaben der Kreislaufwirtschaft.

Das Umweltministerium betont, der nationale Nutzen – höhere Recyclingsraten und weniger Vermüllung – überwiege die Anfangsprobleme. Vorgesehen sind kurzfristige Maßnahmen zur besseren Verteilung von Rückgabestellen, technische Nachbesserungen und klarere Übergangsregeln für Handel und Gastronomie. Konkrete Änderungen von Verordnungen wurden am 16. September 2026 nicht veröffentlicht; eine abschließende Bewertung der Wirksamkeit von Volta soll auf Basis der laufenden Betriebserfahrungen und der erreichten Sammelquoten erfolgen. Die Debatte bleibt damit politisch und praktisch offen, bis die Evaluierungsergebnisse vorliegen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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